Der Bildhauer, Maler und Grafiker Miquel Navarro ist am 1. November 2026 im Alter von 81 Jahren in Mislata (Provinz Valencia) gestorben. Am 2. November füllte sich seine Casa-Taller: Nachbarn, Freunde, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Kultur sowie Kolleginnen und Kollegen aus der Kunst würdigten den Verstorbenen und erwiesen ihm die letzte Ehre.
Die Stadt Mislata ordnete nach dem Tod Navarros drei Tage offizielle Trauer an. Die Trauerzeit läuft laut Rathaus bis zum 3. November 2026 um 23:59 Uhr. In einer Mitteilung bezeichnete die Stadt den Künstler als prägende kulturelle Referenz Mislatas und hob den nachhaltigen Wert seines Werkes für die lokale Erinnerung hervor. Bei der Verabschiedung in der Casa-Taller sprachen Wegbegleiter von einem „universellen Bildhauer“ und betonten seine Großzügigkeit und Sensibilität.
Navarro wurde am 29. September 1945 geboren und zählt zu den prägenden Figuren der zeitgenössischen spanischen Bildhauerei. 1986 erhielt er den Premio Nacional de Artes Plásticas, die höchste spanische Auszeichnung im Bereich der bildenden Kunst. Seine Arbeiten, oft als urbane Metaphern in Serien angelegt, sind in Spanien und international in Museen und Sammlungen vertreten.
In den vergangenen Jahren hatte Navarro seine frühere Werkstatt in Mislata zu einem öffentlichen Ausstellungs- und Archivzentrum entwickelt. Die Casa-Taller beherbergt Teile seines umfangreichen Nachlasses und diente dem Künstler als Ort der Produktion, der Vermittlung und der Begegnung. Nach Angaben der Stadt soll das Haus auch künftig zugänglich bleiben und als Basis für Forschung und Ausstellungen dienen. Offene organisatorische Fragen zur Betreuung des Bestandes und zur langfristigen Nutzung will die Kommune in Abstimmung mit der Familie regeln.
Die aktuellen Trauerbekundungen und die Verabschiedung in der Casa-Taller bilden den Rahmen für eine erneute Auseinandersetzung mit Navarros Werk. Kulturinstitutionen verweisen auf seine konsequente Formensprache und die Verbindung von Strenge und poetischer Bildwelt. Zuschreibungen zur Persönlichkeit – vom „bescheidenen“ bis zum „liebenswürdigen“ Menschen – stammen aus den öffentlichen Stellungnahmen von Stadt und Weggefährten. Entscheidungen über künftige Formate der Präsentation und Aufarbeitung des Nachlasses stehen noch aus.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).