Politik

Miriam González startet mit Democracia 21 – Kandidaturen nur in Madrid und Barcelona

Die Juristin Miriam González Durántez hat in Madrid ihre Kandidatur für den Kongress angekündigt. Die neue Partei Democracia 21 will zur Wahl am 29. November 2026 ausschließlich in Madrid und Barcelona antreten.

Miriam González Durántez hat am 10. Oktober in Madrid ihre Kandidatur für den Kongress der Abgeordneten vorgestellt und den Eintritt der neuen Partei Democracia 21 in den Wahlkampf für den 29. November 2026 bekanntgegeben. Die Formation will bei dieser Wahl ausschließlich in den Provinzen Madrid und Barcelona mit Listen antreten.

Im Auftritt setzte González Durántez inhaltliche Schwerpunkte auf institutionelle Reformen, die Stärkung sozialer Mobilität und den Abbau klientelistischer Strukturen. Konkret forderte sie den Regierungschef Pedro Sánchez und den Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo auf, gemeinsam in Brüssel zu erreichen, dass bislang nicht verausgabte 10 Milliarden Euro aus europäischen Mitteln in einen nationalen Fonds für geförderten und bezahlbaren Wohnraum umgewidmet werden. Zugleich verwies sie auf ihre berufliche und persönliche Herkunft als Beweggrund für das Antreten. Der frühere britische Vizepremierminister Nick Clegg, ihr Ehemann, war bei der Präsentation anwesend.

Organisatorisch begründete die Partei die Beschränkung auf Madrid und Barcelona mit der kurzen Vorlaufzeit bis zur Wahl. Nach eigenen Angaben will Democracia 21 nach dem Urnengang eine Ausweitung prüfen. Aussagen zu möglichen Koalitionen oder zu einer Wahlempfehlung über die eigene Liste hinaus vermied die Parteiführung. Aus dem Umfeld der liberalen Mitte waren bei dem Termin auch frühere Mitglieder von Unión, Progreso y Democracia (UPyD) zu sehen.

Die öffentliche Registrierung des Projekts unter dem Namen Democracia 21 war bereits im Sommer bekannt geworden. Mit dem nun erfolgten Start richtet die Partei ihr Angebot vor allem an städtische Wählerinnen und Wähler, die nach eigener Darstellung an einer pragmatischen und reformorientierten Politik interessiert sind. Programmpunkte wurden am Samstag umrissen, ein vollständiges Wahlprogramm kündigte die Partei für die kommenden Wochen an.

Für den weiteren Verlauf des Wahlkampfs bleiben mehrere Punkte offen: die personelle Aufstellung jenseits der beiden Metropolregionen, die Finanzierung des Vorhabens sowie die inhaltliche Verortung zwischen den etablierten Kräften PSOE und Partido Popular. Erst mit der Einreichung der endgültigen Listen und der Vorlage eines vollständigen Programms wird sich abschätzen lassen, ob Democracia 21 in Madrid und Barcelona Mandate gewinnen kann. Der aktuelle Nachrichtenanlass ist die formale Ankündigung der Kandidatur und der begrenzten Kandidaturen in zwei Provinzen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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