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Mindestens 64 Tote nach Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Urda

Bei Urda in der Provinz Toledo ist ein AVE von Renfe auf einen haltenden Zug des Anbieters Iryo aufgefahren. Behörden melden mindestens 64 Tote und viele Schwerverletzte. Die Strecke Madrid–Sevilla ist unterbrochen; technische und…

Mindestens 64 Menschen sind am Morgen des 28. Oktober 2026 bei einer Zugkollision nahe Urda in der Provinz Toledo ums Leben gekommen, zahlreiche weitere wurden schwer verletzt. Nach Behördenangaben prallte um 08:54 Uhr auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Sevilla ein AVE der Renfe auf einen bereits stehenden Zug des privaten Betreibers Iryo zwischen Los Yébenes und Urda. Beide Unternehmen bestätigten den Unfall und stellten Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige bereit.

Renfe und Iryo bezifferten die Belegung der Züge in ersten Mitteilungen auf rund 397 Personen im AVE und rund 147 im Iryo-Zug. Die Opferzahlen wurden im Tagesverlauf wiederholt nach oben korrigiert, weil die Rettungskräfte die beschädigten Wagen erst schrittweise sichern und betreten konnten. Vor Ort waren Einheiten der autonomen Region Castilla-La Mancha, staatliche Notdienste sowie die Guardia Civil im Einsatz.

Der Infrastrukturbetreiber Adif sperrte die betroffene Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Madrid und Andalusien. Nach Angaben des Verkehrsressorts arbeiten Adif, Renfe und Iryo an Bergung, Spurensicherung und einer schrittweisen Umleitung beziehungsweise Wiederaufnahme des Verkehrs, sobald dies sicher möglich ist. Fahrgäste wurden gebeten, sich vor Reiseantritt über Alternativen im Fern- und Regionalverkehr zu informieren.

Zur Klärung der Ursachen leitete die ziviltechnische Untersuchungsstelle für Eisenbahnunfälle, die Comisión de Investigación de Accidentes Ferroviarios, eine formelle Untersuchung ein. Parallel koordiniert die Staatsanwaltschaft die strafrechtlichen Vorermittlungen mit den zuständigen Gerichten in der Provinz Toledo. Im Zentrum stehen die Auswertung der Fahrdatenschreiber, die Prüfung der Signalisierung und Betriebsabläufe sowie mögliche menschliche oder technische Fehlerketten. Offizielle Stellen warnten davor, vor Abschluss der Untersuchungen aus Einzelhinweisen auf eine abschließende Ursache zu schließen.

Renfe, Iryo und Adif kündigten eine enge Zusammenarbeit mit den Ermittlern an. Das Verkehrsministerium stellte weitere Informationen in Aussicht, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen. Bis dahin gelten sowohl die Angaben zu Toten und Verletzten als auch alle Aussagen zu technischen Hintergründen als vorläufig. Die Behörden veröffentlichten im Tagesverlauf regelmäßige Aktualisierungen zum Rettungsstand und zur Erreichbarkeit von Auskunftsstellen für Angehörige.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen