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Mieterproteste blockieren Meridiana und Creu Coberta in Barcelona und fordern Decreto Maricarmen

Aktivisten des Sindicat de Llogateres haben in Barcelona am 28. September 2026 zentrale Straßen blockiert, um mit Blick auf den Ministerrat stärkeren Mieterschutz zu verlangen.

Am Montag, dem 28. September 2026, haben Aktivistinnen und Aktivisten des Sindicat de Llogateres in Barcelona mehrere zentrale Verkehrsachsen blockiert. Nach Angaben der Stadtverwaltung kam es am Morgen zu Sperren an der Avenida Meridiana am Stadteingang sowie an der Creu Coberta im Viertel Hostafrancs im Bezirk Sants-Montjuïc. Weitere Gruppen zogen über die Straßen Còrsega und Pau Claris bis zur Diagonal. Der Versuch, die Diagonal auf Höhe des Passeig de Gràcia vollständig zu sperren, wurde durch einen Polizeikordon unterbunden. Für den Abend war eine Kundgebung um 19.00 Uhr am Palau de Congressos angekündigt, wo Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez einen Termin wahrnahm.

Die Organisatoren knüpfen die Aktionen an Forderungen nach einem weitreichenden Mieterschutzpaket, das in der Bewegung als Decreto Maricarmen firmiert. Es sieht unter anderem automatische Verlängerungen von Mietverträgen und ihre Umwandlung in unbefristete Vereinbarungen vor. Auslöser der jüngsten Mobilisierung war der stark beachtete Zwangsräumungsfall einer 87-jährigen Frau in Madrid, der landesweit Proteste nach sich zog.

Laut dem Verband zielten die Blockaden darauf, Druck auf die Zentralregierung vor einer für Dienstag anberaumten Sitzung des Ministerrats auszuüben. Dort soll nach Darstellung der Initiatoren über Maßnahmen zur Dämpfung der Mieten und zum Schutz vor Zwangsräumungen beraten werden. Offizielle Beschlüsse lagen am Montag noch nicht vor.

Die Aktionen führten in Barcelona zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Polizei setzte zusätzliche Kräfte ein, um Kreuzungen zu räumen und Ausweichrouten offen zu halten. Im öffentlichen Nahverkehr kam es lokal zu Verzögerungen rund um die Metro-Station Diagonal. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Politisch erhöht die Kampagne den Druck auf die Regierung in Madrid, nach bereits eingeführten Eingriffen in den Mietmarkt weitere Schritte zu gehen. Vertreterinnen und Vertreter der Bewegung kritisieren die bisherigen Regelungen als unzureichend und drängen auf sofort wirksame Eingriffe zugunsten von Mieterinnen und Mietern. Regierungskreise verweisen demgegenüber auf rechtliche Grenzen und auf die Notwendigkeit, Marktanreize für Neubau und Sanierung zu erhalten. Ob Elemente des geforderten Decreto Maricarmen in künftige Rechtsakte einfließen, ist offen. Einschätzungen zu Umfang und Tempo möglicher Gesetzesänderungen bleiben Spekulation; belastbare Entscheidungen werden erst im Anschluss an die Ministerratssitzung erwartet.

Die Darstellung basiert auf Mitteilungen des Sindicat de Llogateres sowie übereinstimmenden Berichten regionaler und nationaler Medien.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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