Aktuell

Melilla: Nationalpolizei stoppt Anmeldung mit gefälschtem Mietvertrag

Die Policía Nacional hat in Melilla am 2. Oktober 2026 einen marokkanischen Staatsangehörigen festgenommen. Er soll versucht haben, sich mit einem gefälschten Mietvertrag im Einwohnermelderegister (Empadronamiento) anzumelden.

Die Policía Nacional hat am 2. Oktober 2026 in Melilla einen Mann marokkanischer Staatsangehörigkeit wegen des Verdachts der Urkundenfälschung festgenommen. Nach Angaben der Behörde versuchte der Betroffene, sich mit einem Mietvertrag im Einwohnermelderegister (Empadronamiento) der Stadt anzumelden, dessen Angaben bei der Prüfung nicht stimmig waren.

Ermittler der UCRIF, der auf Immigrationsdelikte und Dokumentenfälschungen spezialisierten Einheit der Policía Nacional, stellten fest, dass der vorgelegte Vertrag Merkmale einer Fälschung aufwies. In den polizeilichen Mitteilungen heißt es, die im Dokument genannten Daten passten nicht zu Eigentumsverhältnissen und Personenbezug, was den Verdacht auf einen fingierten Mietvertrag begründete. Der Mann wurde nach seiner Identifizierung festgenommen; der Fall wurde an das zuständige Gericht in Melilla übergeben.

Die Anmeldung im kommunalen Melderegister obliegt dem Ayuntamiento de Melilla. Die Stadt verlangt zur Bestätigung des Wohnsitzes Unterlagen wie Mietvertrag, Eigentumsnachweis oder eine Wohnungsgeberbestätigung. Nach Behördenangaben werden die Angaben vor Eintragung stichprobenartig mit verfügbaren Registern abgeglichen. Liegt eine Fälschung nahe, informiert die Verwaltung die Polizei und verwehrt die Eintragung; parallel leitet die Policía Nacional Ermittlungen ein. Neben strafrechtlichen Vorwürfen wegen Urkundenfälschung nach dem Código Penal kann die Löschung unrechtmäßiger Einträge aus dem Register als verwaltungsrechtliche Folge erfolgen.

Die Polizei betonte, dass es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren handelt. Weitere Einzelheiten zu einer möglichen Anklage oder zu gerichtlichen Maßnahmen lagen zunächst nicht vor. Angaben, wonach der im Vertrag genannte vermeintliche Vermieter die Nutzung seiner Daten bestritten habe, wurden von den Ermittlern den Berichten zufolge protokolliert.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Verfahren in Melilla ein, bei denen die Behörden in den vergangenen Monaten und Jahren wiederholt mutmaßlich gefälschte Mietverträge und unrechtmäßige Meldeanmeldungen aufgedeckt haben. Nach Einschätzung der Polizei dienen solche Fälschungen häufig dazu, aufenthalts- oder sozialrechtliche Vorteile zu erlangen. Die Stadt Melilla sowie die Policía Nacional verweisen seit Längerem auf verstärkte Prüfungen von Unterlagen, die bei der Anmeldung verlangt werden, um Scheinadressen und unzutreffende Wohnsitzangaben zu verhindern. Die Ermittler der UCRIF kündigten an, die Herkunft und mögliche weitere Beteiligte an der mutmaßlichen Fälschung zu prüfen. Bis zum Abschluss der Ermittlungen gilt die Unschuldsvermutung.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk