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Marokkaner überholen Briten als größte ausländische Immobilienkäufer in Spanien

Notariatsdaten: Im ersten Halbjahr 2026 führten marokkanische Käufer mit 4.960 Akten das Ranking an; Ausländer-Käufe insgesamt sanken um 13 Prozent.

Madrid, 15. Oktober 2026 — Marokkanische Staatsangehörige haben im ersten Halbjahr 2026 britische Käufer als größte Gruppe ausländischer Erwerber von Wohnungen und Häusern in Spanien abgelöst. Nach der neuen Statistik des Consejo General del Notariado (Notariat) wurden 4.960 Kaufakten marokkanischen Käuferinnen und Käufern zugerechnet, vor 4.541 Transaktionen durch Käuferinnen und Käufer aus dem Vereinigten Königreich. Es folgten Italien mit 4.109, Rumänien mit 3.974 und Deutschland mit 3.907 Käufen. Insgesamt entfielen 62.327 Wohnungs- und Hauskäufe auf Ausländer, ein Rückgang um 13,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Ausländeranteil lag bei 18,3 Prozent aller Wohnungsübertragungen.

Die Notariatsstatistik unterscheidet zwischen in Spanien ansässigen und nicht ansässigen Ausländern. Am stärksten nahmen die Käufe durch ausländische Nichtansässige ab (minus 18 Prozent). Die Autoren verweisen als mögliche Gründe auf die Abschaffung der sogenannten Golden Visa und auf ein allgemein gedämpftes Marktumfeld mit höheren Finanzierungskosten. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise verdeutlichen die Segmentierung: Ausländische Käufer zahlten im Mittel 2.644 Euro pro Quadratmeter. Nicht ansässige Ausländer lagen deutlich höher (3.493 €/m²), ansässige Ausländer bei 2.102 €/m². Die Differenz zwischen beiden Gruppen betrug damit 1.391 Euro pro Quadratmeter.

Nach Herkunftsländern zeigen sich weitere Preisunterschiede: Die höchsten durchschnittlichen Kaufpreise meldeten Käuferinnen und Käufer aus den Vereinigten Staaten, aus Schweden und aus Deutschland. Zu den niedrigsten Durchschnittspreisen kamen laut Notariat Erwerberinnen und Erwerber aus Marokko, Rumänien und Ecuador. Diese Spannweite spiegelt unterschiedliche Regional- und Lagepräferenzen wider sowie die stärkere Präsenz wohlhabender Zweitwohnsitzkäufer unter den nicht ansässigen Ausländern.

Regional gingen die ausländischen Transaktionen in den meisten Autonomen Gemeinschaften zurück. Besonders kräftige Rückgänge meldeten Kantabrien, die Kanaren, die Autonome Gemeinschaft Madrid und die Balearen. In klassisch nachgefragten Küsten- und Inselmärkten belasten die höheren Preise und Finanzierungskosten vor allem Käufe durch nicht ansässige Ausländer, während in Festlandsregionen mit niedrigeren Preisen ansässige Ausländer anteilig stabiler blieben.

Die ausgewiesenen Zahlen stammen aus der am 15. Oktober 2026 veröffentlichten Notariatsstatistik für das ersten Halbjahr 2026. Sie beruhen auf notariell beurkundeten Kaufverträgen und erlauben eine nach Herkunft und Aufenthaltsstatus differenzierte Betrachtung. Weitergehende Bewertungen sollten die Zinsentwicklung, die jüngsten Visareformen und die saisonale Verteilung der Kaufakte einbeziehen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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