20minutos hat am 12. September 2026 die Geschichte von Maribel und Vicente aufgegriffen: Das Paar aus Mallorca lebt nach eigenen Angaben seit fünf Jahren dauerhaft in einem rund zehn Quadratmeter großen Wohnmobil. Grundlage ist ein Interview des YouTubers Arnau Serrado, in dem die beiden erläutern, wie sie ihren Alltag organisieren und warum ihnen dafür zwei reguläre Renten ausreichen.
Nach ihrer Darstellung kommen sie mit etwa 2.000 Euro monatlich aus. Der größte Kostenblock ist der Diesel. Sie setzen sich ein internes Limit von rund 700 Euro pro Monat und legen Reiseetappen still, sobald dieser Betrag erreicht ist. Weitere regelmäßige Ausgaben entfallen nach ihren Angaben weitgehend, weil die Autocaravana mit Solaranlage und Batterien ausgestattet ist und sie einen großen Teil des Alltags im Fahrzeug verbringen. Maut, Campingplatzgebühren oder Restaurantbesuche reduzieren sie, indem sie seltener lange Strecken fahren, überwiegend selbst kochen und Stellplätze sorgfältig wählen.
Die Entscheidung für das Leben auf Rädern sei langfristig vorbereitet gewesen. Früher hätten familiäre Verpflichtungen den Umstieg verzögert. Als diese Phase endete, suchten sie eine kostengünstigere und naturnahe Lebensform mit weniger Fixkosten als in einer Wohnung auf Mallorca. In Medienberichten wird hervorgehoben, dass das Paar von Schuldenfreiheit profitiert und beide Renten vollständig für den laufenden Lebensunterhalt nutzen kann.
Die Angaben beruhen auf Selbstaussagen des Paares im Gespräch mit Arnau Serrado sowie auf deren Wiedergabe in spanischen Medien wie 20minutos. Sie zeigen, welche Rolle Eigenversorgungstechnik und begrenzte Mobilität für das Haushaltsbudget spielen können. Zugleich sind es Einzelfallerfahrungen: Übertragbarkeit und Belastbarkeit hängen von individuellen Rentenhöhen, Fahrzeugzustand und unplanbaren Ausgaben wie Reparaturen, Versicherungen oder Gesundheitskosten ab. Aussagen über Ersparnisse gegenüber einer festen Wohnung beziehen sich ausdrücklich auf ihre persönliche Situation und sind nicht als allgemeingültige Kalkulation zu verstehen.
Der Bericht ordnet sich in eine wachsende mediale Aufmerksamkeit für alternative Wohnformen im Alter in Spanien ein. Aus Sicht von Maribel und Vicente überwiegen die Vorteile – geringere Fixkosten, Ortswechsel im eigenen Tempo, unmittelbarer Aufenthalt in der Natur. Kritische Punkte wie Wartung, begrenzter Platz und die Abhängigkeit vom Dieselverbrauch bleiben jedoch zentrale Stellschrauben ihrer Rechnung.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).