Madrid

Madrid-Retiro: Marcha Rosa fordert Erhalt des Centro Social Seco am 18. Oktober

Am Sonntag, 18. Oktober 2026, ziehen Nachbarschaftsinitiativen in Madrid in Rosa durch Retiro, um die Verlängerung der städtischen Nutzung für das Centro Social Seco zu verlangen. Die aktuelle Vereinbarung endet im November 2026.

In Madrid mobilisieren Nachbarschaftsinitiativen und Verbände für den Verbleib des Centro Social Seco im Stadtteil Retiro. Für Sonntag, den 18. Oktober 2026, 12.00 Uhr, ist eine als Marcha Rosa angekündigte Demonstration geplant, die auf der Plaza de Daoiz y Velarde beginnt. Anlass ist die ausstehende Entscheidung über die Erneuerung der städtischen Konzession für die Räume im Centro Cultural Las Californias. Nach Angaben der Unterstützer läuft die derzeitige Nutzungsvereinbarung im November 2026 aus.

Das Centro Social Seco versteht sich seit Jahrzehnten als offener Treffpunkt für soziale Teilhabe, Kultur und Nachbarschaftshilfe. Der Ursprung des Projekts reicht auf die Besetzung des ehemaligen Colegio Juventud im Jahr 1990 durch das Kolectivo Adelfas zurück. Seit 2014 nutzt das Netzwerk Räume im Centro Cultural Las Californias. Dort organisieren laut Trägern Dutzende Gruppen regelmäßige Aktivitäten, von Kultur- und Bildungsangeboten über Selbsthilfe bis zu niedrigschwelliger Beratung.

Rückenwind erhält das Begehren nach Fortführung durch breite zivilgesellschaftliche Unterstützung. Die Regionalföderation der Nachbarschaftsvereine FRAVM, Ecologistas en Acción und EAPN Madrid haben ihre Unterstützung öffentlich erklärt. Sie verweisen auf die Bedeutung des Zentrums für die soziale Infrastruktur des Viertels und warnen vor einem Verlust erprobter Kooperationen, falls die Konzession nicht verlängert wird.

Eine offizielle Stellungnahme der Stadt Madrid zum Stand des Vergabeverfahrens war bis zur Veröffentlichung nicht erhältlich. Nach Angaben der Initiativen sei die Entscheidung zur Erneuerung noch offen. Sie fordern eine frühzeitige und verbindliche Zusage, um Planungssicherheit für das kommende Jahr zu schaffen. Die Organisatoren der Marcha Rosa kündigen an, bei ausbleibender Klärung weitere Proteste zu erwägen.

Fest steht die Demonstration am 18. Oktober in Retiro sowie das Ende der aktuellen Nutzungszusage im November 2026. Unklar bleibt, ob die Stadt die bestehende Trägerschaft bestätigt oder eine Neuausschreibung zu einem Wechsel führt. Beobachter im Viertel sehen über den Einzelfall hinaus eine Grundsatzfrage: Wie stark sich die Kommune bei der Absicherung niedrigschwelliger sozialer Angebote in dicht besiedelten Stadtteilen engagiert und welchen Stellenwert dabei langjährig gewachsene zivilgesellschaftliche Strukturen haben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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