Der Verwaltungsrat der Empresa Municipal de la Vivienda y Suelo (EMVS), der städtischen Wohnungsbaugesellschaft von Madrid, soll am Mittwoch, 28. Oktober 2026, den Haushaltsentwurf für 2027 verabschieden. Vorgesehen sind 199,6 Millionen Euro, ein Plus von 14,4 Prozent gegenüber 2026. Die direkte Zuwendung der Stadt an die EMVS ist demnach mit 153,24 Millionen Euro veranschlagt. Dies teilte die Stadtverwaltung im Vorfeld der Sitzung mit.
Mit den zusätzlichen Mitteln will Madrid die Förderung und den Bau neuer Wohnungen beschleunigen. Nach Angaben der Stadt rechnet die EMVS damit, 2027 rund 9.000 Wohnungen in einer Phase von Bau oder Ausschreibung zu haben. Darunter sind 3.900 Einheiten aus dem Plan Suma. Die Verwaltung betont, dass es sich um Pipeline-Ziele handelt und nicht um die Zahl schlüsselfertiger Übergaben im Jahr 2027.
Der Entwurf knüpft an mehrere Entwicklungsgebiete im Südosten der Stadt an. Genannt werden insbesondere Los Ahijones und Los Berrocales, die als zentrale Standorte für geförderten Wohnungsbau gelten. Flächenbereitstellungen, Erschließungen und Ausschreibungen sollen dort vorrangig vorangetrieben werden. Über die genaue zeitliche Staffelung der Projekte äußerte sich die Stadtverwaltung zurückhaltend; zwischen Planung, Baubeginn und Fertigstellung sei erfahrungsgemäß mit Verzögerungen zu rechnen.
Die EMVS verweist zugleich auf den ausgebauten Bestand an leistbaren Mietwohnungen. Der kommunale Wohnungsbestand liege inzwischen bei rund 10.000 Einheiten. Die Stadt sieht in der Budgeterhöhung das geeignete Instrument, um den Bestand weiter zu vergrößern und zugleich brachliegende oder leerstehende Wohnungen schrittweise wieder in die Nutzung zu bringen.
Die Vorlage für 2027 ist der letzte Haushaltsentwurf der laufenden Amtsperiode. Nach der Abstimmung des Verwaltungsrats sind die endgültigen Zahlen und Beschlüsse der EMVS maßgeblich. Änderungen im Detail sind bis zur förmlichen Beschlussfassung möglich. Unabhängig davon bleibt die Finanzierung in den kommenden Monaten an die Veröffentlichung der förmlichen Dokumente geknüpft, die die Stadtverwaltung nach der Sitzung vorlegen will.
Oppositions- und Interessenverbände hatten in der Vergangenheit wiederholt auf die Differenz zwischen Ankündigungen und tatsächlicher Fertigstellung hingewiesen. Die Stadtregierung hält dagegen, dass die Pipeline deutlich gewachsen sei und mit dem Haushaltsansatz 2027 die Voraussetzungen geschaffen würden, um den öffentlichen Wohnungsbau kontinuierlich zu erweitern.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).