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Madrid erhält einen Sitz mehr, Cádiz einen weniger bei der Wahl am 29. November

Ein im Boletín Oficial del Estado veröffentlichtes Dekret legt die neue Sitzverteilung fest: Madrid steigt auf 38 Abgeordnete, Cádiz sinkt auf 8.

Kern der Nachricht: Der Real Decreto 806/2026 vom 5. Oktober 2026, veröffentlicht im Boletín Oficial del Estado am 6. Oktober, löst das Parlament auf und setzt die vorgezogene Wahl für Sonntag, den 29. November 2026, an. Der Erlass enthält zugleich die verbindliche Verteilung der 350 Sitze des Congreso de los Diputados nach Wahlkreisen. Demnach wird Madrid um einen Sitz auf 38 Mandate aufgestockt, während Cádiz einen Sitz verliert und künftig acht Abgeordnete entsendet. Diese Änderungen sind im Anhang des Dekrets ausdrücklich ausgewiesen und gelten für die Wahl am 29. November 2026.

Rechtsgrundlage und Verfahren: Die Verteilung der Sitze erfolgt nach Artikel 162 der Ley Orgánica del Régimen Electoral General (LOREG). Jede der fünfzig Provinzen erhält zunächst zwei Grundmandate; Ceuta und Melilla wählen jeweils einen Abgeordneten. Die verbleibenden 248 Sitze werden proportional zur Einwohnerzahl („población de derecho“) der Provinzen zugewiesen. Das nun veröffentlichte Dekret setzt die auf den aktuellsten Bevölkerungsdaten beruhende Quote um und weist die resultierenden Mandate pro Provinz verbindlich zu. Für Madrid und Cádiz ergeben sich daraus die genannten Anpassungen, während die übrigen Wahlkreise laut Anhang unverändert bleiben.

Seit der letzten Parlamentswahl am 23. Juli 2023 hat die Comunidad de Madrid überdurchschnittlich an Bevölkerung zugelegt. Cádiz verzeichnet im spanischen Vergleich ein geringeres relatives Wachstum. Die Umverteilung spiegelt diese demografischen Bewegungen innerhalb der unveränderten Gesamtgröße des Parlaments wider. Eine Veränderung um einen Sitz kann im Mehrparteiensystem politisch relevant sein, etwa wenn Mehrheiten knapp sind. Welche praktische Bedeutung die Verschiebung erhält, hängt jedoch ausschließlich vom Stimmenverhältnis am Wahltag ab.

Der Erlass setzt neben dem Wahltermin auch die zentralen Fristen des Wahlkalenders in Kraft. Die Sitzverteilung ist damit rechtswirksam festgelegt und bildet die Grundlage für die Kandidaturen und die spätere Mandatsberechnung in den beiden betroffenen Provinzen. Für Andalusien bedeutet der Verlust in der Provinz Cádiz, dass die Delegation der Autonomen Gemeinschaft im Congreso nominell sinkt, sofern die Zuteilungen in den übrigen andalusischen Provinzen unverändert bleiben. In Madrid erhöht sich entsprechend die Zahl der zu vergebenden Mandate, was die innerregionale Konkurrenz der Listen beeinflussen kann.

Trennung von Tatsachen und Einschätzungen: Die Anpassung der Mandatszahlen für Madrid und Cádiz ist eine dokumentierte Rechtswirkung des veröffentlichten Dekrets. Aussagen zur möglichen politischen Tragweite sind Bewertungen und bleiben abhängig vom tatsächlichen Wahlergebnis am 29. November 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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