Die Comunidad de Madrid beendet am Samstag, 19. September 2026, die erste Ausgabe des neuen Festivals Escena Escorial mit einem ausverkauften Konzert von Daniel Barenboim und dem West-Eastern Divan Orchestra im Teatro Auditorio de San Lorenzo de El Escorial. Laut Mitteilung vom 17. September sind sämtliche Karten vergeben.
Auf dem Programm stehen Vorspiel und Liebestod aus Tristan und Isolde von Richard Wagner, die Sinfonie Nr. 8, Die Unvollendete, von Franz Schubert sowie die Sinfonie Nr. 3 von Ludwig van Beethoven. Das Orchester wurde 1999 von Daniel Barenboim und Edward Said gegründet und gilt als Referenzprojekt für Dialog und Verständigung über kulturelle Grenzen hinweg.
Die Festivalpremiere lief seit Ende August und vereinte nach Angaben der Regionalregierung mehr als 200 Mitwirkende aus Musik, Tanz, Theater und zeitgenössischer Szene. Die künstlerische Leitung liegt bei Alondra de la Parra. Der Abschluss am Samstag wird von einem zusätzlichen Kammermusikabend am Freitag, 18. September, eingerahmt: Das Trio Zénon mit Abigél Králik, Lydia Shelley und Emmanuel Christien spielt Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Maurice Ravel.
Der Veranstaltungsort San Lorenzo de El Escorial soll mit dem neuen Format als Aufführungszentrum der Region weiter profiliert werden. Die Behörden hatten das Festival im Frühjahr 2026 als Ergänzung zu bestehenden Häusern wie den Teatros del Canal vorgestellt. Die Verpflichtung Barenboims, dessen Arbeit international beachtet wird, markiert den prominentesten Punkt der ersten Ausgabe.
Parallel zum Finale in El Escorial setzt Madrid sein Bühnenprogramm fort. Die Teatros del Canal zeigen noch bis Sonntag Los locos de Valencia nach Lope de Vega in der Fassung von José Luis Alonso de Santos unter der Regie von Pepa Pedroche. In der Sala Roja Concha Velasco läuft Electra jonda, eine Produktion der Teatros del Canal in Koproduktion mit dem Festival Internacional de Teatro Clásico de Mérida, bis zum 18. September. Das Teatro de La Abadía widmet sich im September gesellschaftlichen Debatten: In der Sala Juan de la Cruz ist LIBRES!!! von Andrés Lima nach einem Text von Esther F. Carrodeguas bis 11. Oktober angesetzt, in der Sala José Luis Alonso steht El imperativo categórico von Victoria Szpunberg bis 4. Oktober auf dem Spielplan.
Diese Angaben beruhen auf der Veröffentlichung der Comunidad de Madrid und den offiziellen Programmen der beteiligten Institutionen. Bewertungen künstlerischer Qualität und Folgewirkungen für die Kulturpolitik sind Einschätzungen Dritter und nicht Bestandteil dieser Meldung.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).