Politik

Landwirtschaftsministerium eröffnet Bewerbungsfrist für Programm Cultiva 2026 bis 15. September

Spanien startet den Aufruf für die Ausbildungsaufenthalte des Programms Cultiva 2026; Bewerbungen sind bis einschließlich 15. September möglich. Vorrang erhalten Frauen und junge Menschen, die sich erst kürzlich in der landwirtschaftlichen Tätigkeit niedergelassen haben.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung (Ministerio de Agricultura, Pesca y Alimentación) hat am 19. August 2026 die Bewerbungsfrist für das Programm Cultiva 2026 eröffnet. Bis einschließlich 15. September können junge Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter der Landwirtschaft Anträge für mehrwöchige Ausbildungsaufenthalte auf ausgewählten Modellbetrieben im ganzen Land stellen. Die Bekanntgabe erfolgte über La Moncloa und markiert den Auftakt der diesjährigen Vergaberunde, die darauf abzielt, Nachwuchskräften strukturiert Praxiswissen zugänglich zu machen und es in die Betriebe zurückzuführen.

Nach Angaben des Ministerio de Agricultura, Pesca y Alimentación werden die Plätze anhand transparenter, in den Ausschreibungsunterlagen definierter Kriterien vergeben. Vorrang erhalten Frauen sowie junge Menschen, die sich erst kürzlich in der landwirtschaftlichen Tätigkeit niedergelassen haben. Die Aufenthalte werden thematisch und regional über einen Katalog von Referenzbetrieben organisiert, sodass Schwerpunkte wie Innovation, nachhaltige Produktionssysteme oder Unternehmensführung gezielt abgedeckt werden können. Bewerbungen laufen über die elektronische Plattform der Verwaltung; die Zuweisung erfolgt nach Prüfung der formalen Voraussetzungen und der Verfügbarkeit der Plätze.

Für die Durchführung kooperiert die Verwaltung mit Trägerorganisationen wie ASAJA, COAG, UPA und Cooperativas Agro-alimentarias. Diese wirken bei der Organisation der Aufenthalte mit; in ihren Programmen müssen ausdrücklich Betriebe unter weiblicher Leitung berücksichtigt werden. Laut Ministerium umfasst die Förderung die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Transport der Teilnehmenden während der Aufenthalte; zusätzlich ist eine Kompensation für notwendige Ersatzleistungen zur Betriebsführung vorgesehen. Damit sollen finanzielle Hürden für die Teilnahme gesenkt und die betriebliche Kontinuität während der Abwesenheit gewährleistet werden.

Hintergrund: Cultiva wurde 2020 als Pilotprojekt gestartet und schrittweise ausgeweitet. Die Rechtsgrundlagen wurden zuletzt durch das Real Decreto 393/2026 sowie nachfolgende Mitteilungen im Boletín Oficial del Estado präzisiert; sie legen den Rahmen für Teilnahmevoraussetzungen, Abwicklung und förderfähige Aufwendungen fest. Ziel ist der strukturierte Wissenstransfer zwischen etablierten Referenzbetrieben und dem landwirtschaftlichen Nachwuchs. Welche Wirkung der aktuelle Aufruf entfalten kann, hängt von der Anzahl qualifizierter Bewerbungen, der regionalen Verteilung der Plätze und den weiteren haushaltsrechtlichen Zuteilungen ab. Nach Regierungsangaben soll das Instrument den Generationenwechsel und die Modernisierung der Betriebe beschleunigen; belastbare Bewertungen sind erst nach Abschluss der Vergaberunde und den ersten Durchläufen der Aufenthalte möglich.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk