La Rioja

La Rioja veröffentlicht Leitfaden A flote zur Suizidprävention bei Jugendlichen

Die Regionalregierung und die Universität La Rioja haben den Leitfaden A flote vorgestellt. Er bündelt Warnzeichen, konkrete Schritte für Angehörige und Wege zu Hilfsangeboten wie 024 und Notruf 112.

Die Regierung von La Rioja und die Universidad de La Rioja haben am 21. Oktober 2026 den Leitfaden A flote. Estrategias psicosociales para navegar durante un oleaje existencial vorgestellt. Er richtet sich an Jugendliche, Familien und Fachkräfte und soll die Prävention suizidalen Verhaltens mit verständlichen Informationen, Früherkennung und konkreten Handlungsanweisungen stärken.

Präsentiert wurde die Publikation vom subdirector general de Estrategia de Salud Mental y Emocional, Carlos Piserra, dem Direktor des Instituto Riojano de la Juventud, Juan Diego Alcaide, sowie der Co-Autorin und Direktorin der Cátedra Extraordinaria de Salud Mental der Universidad de La Rioja, Adriana Díez Gómez del Casal. Nach Angaben der Beteiligten basiert der Inhalt auf wissenschaftlicher Evidenz, nutzt alltagsnahe Sprache, Illustrationen und Beispiele und will Berührungsängste abbauen.

Der Leitfaden gliedert sich in fünf Abschnitte: verbreitete Mythen, Erkennungszeichen, Schritte bei bestätigtem Risiko, ein praktisches Set an Bewältigungsstrategien und eine Übersicht über Hilfsangebote. Vorgeschlagen wird unter anderem die Erstellung eines persönlichen Sicherheitsplans. Zwei wiederkehrende Figuren, Nora und Álex, veranschaulichen typische Situationen aus Schule, Freundeskreis und Familie. Ziel ist es, Warnsignale früh zu erkennen, sichere Gesprächsanlässe zu schaffen und Betroffene rasch an passende Dienste zu verweisen.

Als Anlaufstellen nennt A flote den Notruf 112 für akute Notfälle sowie die nationale Hotline 024 für suizidale Krisen. Ergänzt werden diese durch regionale Angebote des Instituto Riojano de la Juventud, darunter digitale Beratungswege wie ein Chat. Die Umsetzung soll in Zusammenarbeit mit dem Servicio Riojano de Salud, der Bildungsverwaltung und lokalen Initiativen erfolgen. Als thematischer Rahmen wird das Programm PositivaMente 2.0 genannt, außerdem werden Netzwerke wie ConectaSuic in der regionalen Präventionslandschaft verortet.

Die Veröffentlichung wurde von der Cátedra Extraordinaria de Salud Mental der Universidad de La Rioja erarbeitet und von der autonomen Regierung finanziert. Laut Vorstellung ist sie als PDF über die Website von Rioja Salud verfügbar. Carlos Piserra betonte, Prävention beginne nicht erst in der akuten Krise, sondern beim frühzeitigen Erkennen und Begleiten ersten emotionalen Leids.

Die klare Struktur, der Verweis auf bestehende Telefonnummern und regionale Angebote sowie niedrigschwellige Sprache dürften die Orientierung für Jugendliche und Angehörige verbessern. Ob sich dadurch suizidale Ereignisse messbar reduzieren, hängt von Reichweite, Umsetzung in Schulen und Jugendeinrichtungen sowie der Kapazität von Beratung und Versorgung ab. Verlässliche Aussagen dazu erfordern eine spätere Evaluation durch die beteiligten Institutionen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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