Die Regionalregierung von La Rioja hat am 6. November in Huércanos das Projekt für einen Umleitungskanal des Arroyo Valdulce zum Río Yalde vorgestellt. Die Maßnahme soll den Ort vor künftigen Überschwemmungen schützen, wie sie 2023 und 2024 nach Starkregen auftraten. Geplant ist ein neuer Verlauf südwestlich am Siedlungsgebiet vorbei bis zur Einmündung in den Río Yalde.
Nach Angaben des Ressorts für Landwirtschaft, Viehzucht, ländlichen Raum und Umwelt ist ein Kanal von rund 2,3 Kilometern Länge vorgesehen. Er soll mit einer etwa 15 Meter breiten Sohle, Böschungen mit einem Verhältnis von 1:3, einer Schotterbefestigung im unteren Bereich und einer Begrünung per Hydrosaat ausgeführt werden. Zwei Durchlässe sichern die Querungen der Regionalstraßen LR-427 und LR-321. Das Investitionsvolumen beziffert die Regionalregierung auf knapp drei Millionen Euro. Für die Bauausführung sind rund zehn Monate veranschlagt; der Baustart ist Anfang 2027 geplant.
Die zuständige Consejera Noemí Manzanos präsentierte den Stand der Ausarbeitung in einer öffentlichen Informationsveranstaltung für die Einwohnerinnen und Einwohner. Anwesend waren zudem die Generaldirektorin für Umweltqualität, Klimawandel und Wasser, Isabel Vitoria, sowie der Bürgermeister von Huércanos, Roberto Varona, gemeinsam mit Fachleuten des Dienstes für Wasserressourcen der Consejería.
Die Verwaltung betonte, dass sich das Vorhaben in der Planungsphase befindet. Erforderliche Genehmigungen, unter anderem der Confederación Hidrográfica del Ebro und der Dirección General de Infraestructuras, werden eingeholt oder sind beantragt. Erst mit Abschluss der Entwurfsarbeiten, der förmlichen Projektgenehmigung und der gesicherten Finanzierung kann die Ausschreibung der Bauarbeiten folgen.
Mit dem geplanten Umleitungskanal reagiert La Rioja auf wiederkehrende Überflutungen im Ortskern von Huércanos, die dem Übertreten des Arroyo Valdulce zugeschrieben werden. Die Regionalregierung rechnet damit, dass die Maßnahme das Hochwasserrisiko im betroffenen Abschnitt deutlich reduziert. Konkrete Angaben zu eventuellen Folgekosten, zu naturschutzrechtlichen Auflagen oder zu Anpassungen im Zeitplan liegen über die genannten Eckdaten hinaus derzeit nicht vor. Aussagen zum Betrieb und zur Unterhaltung des neuen Gewässers werden nach Abschluss der Genehmigungsverfahren erwartet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).