La Rioja

La Rioja: Schuhbranche stellt 3D-Druck-Projekt 3aDitional in Logroño vor

In Logroño ist die Abschlussveranstaltung des Erasmus+-Projekts 3aDitional über 3D-Druck für die Schuhindustrie über die Bühne gegangen. Das Technologiezentrum der Branche in La Rioja, heute unter der Marke NOVEX, präsentierte Schulungen und Pilotanwendungen zur…

In Logroño hat am 26. Oktober die Abschlussveranstaltung des Erasmus+-Projekts 3aDitional zur Einführung additiver Fertigung in der Schuhindustrie stattgefunden. Ausrichter waren das Colegio Oficial de Ingenieros Industriales de La Rioja und das Centro Tecnológico del Calzado de La Rioja, das inzwischen unter der Marke NOVEX firmiert. Nach Angaben der Organisatoren nahmen Akteure aus Unternehmen, Ausbildung und Verwaltung teil. Im Mittelpunkt standen Schulungen zu 3D-Druck, die sich sowohl an Beschäftigte als auch an Auszubildende richten.

Das Projekt 3aDitional verfolgt das Ziel, Verfahren der additiven Fertigung in traditionellen Branchen zu verankern. Neben der Schuhmacherei werden in den Projektunterlagen auch Sektoren wie Spielwaren und Schmuck genannt. Für La Rioja übernimmt NOVEX die Rolle des regionalen Umsetzungspartners. Vorgesehen sind modular aufgebaute Trainings, in denen Prototyping per 3D-Druck, materialeffiziente Gestaltung sowie Anpassungen in den Produktionsabläufen vermittelt werden. Laut NOVEX wurden Pilotanwendungen mit Betrieben der Region erprobt und didaktische Materialien für die Berufsbildung entwickelt.

Die Organisatoren betonen zwei unmittelbare Vorteile der additiven Fertigung für Unternehmen der Region: Entwicklungszyklen können durch den schnellen Bau von Funktionsmustern verkürzt werden, und der Materialeinsatz lässt sich im Entwurf wie in der Vorserienfertigung gezielter steuern. Mittelfristig sehen die Projektpartner Chancen für individuellere Produkte und für den Einsatz alternativer Werkstoffe. NOVEX verweist in diesem Zusammenhang auf begleitende Initiativen zur Entwicklung nachhaltiger und antibakterieller Materialmischungen für Komponenten des Schuhs.

Zugleich setzen die Beteiligten den Vorstoß in einen industriepolitischen Rahmen: La Rioja verfügt mit dem Centro Tecnológico del Calzado de La Rioja über eine spezialisierte Institution, die den Wissenstransfer in kleine und mittlere Unternehmen organisiert. Durch das EU-Programm Erasmus+ stehen Mittel für transnationale Zusammenarbeit, Austausch von Lehrmaterialien und die Anpassung der Ausbildungscurricula zur Verfügung. In Logroño wurde nach Angaben der Veranstalter erläutert, wie diese Inhalte in Betriebe und Berufsschulen der Region übertragen werden sollen.

Aussagen zu wirtschaftlichen Effekten bleiben vorläufig. Konkrete Auswirkungen auf Beschäftigung, Umsatz oder Exportleistung sind derzeit nicht belegt. Die heute vorgestellten Nutzenargumente leiten sich aus den Projektzielen und den Eigendarstellungen der beteiligten Einrichtungen ab. Unabhängige Evaluationen zu Kosten, Skalierung und Qualitätsanforderungen in der Serienfertigung stehen noch aus. Die Abschlussveranstaltung markiert damit einen Zwischenschritt: Sie schließt die Entwicklung der Lehr- und Pilotmodule ab und bereitet deren praktische Anwendung in der regionalen Schuhbranche vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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