Die Gesundheitsministerin von La Rioja, María Martín, hat am 8. Oktober im Parlament von La Rioja den Haushaltsentwurf 2027 für ihr Ressort vorgestellt. Demnach steigen die für Gesundheitsfachkräfte vorgesehenen Mittel (Kapitel 1) auf 340 Millionen Euro. Das entspricht nach Regierungsangaben einem Zuwachs von mehr als 36 Millionen Euro und 12,6 Prozent gegenüber 2026.
Die Regierung verortet den Schritt in einem insgesamt wachsenden Etatrahmen. Der Gesamthaushalt der Comunidad Autónoma soll 2027 bei 2.322,34 Millionen Euro liegen, ein Plus von 9,62 Prozent. Für Gesundheit und Soziales sind laut Darstellung der Exekutive 954 Millionen Euro vorgesehen; davon entfallen rund 750 Millionen Euro auf die Gesundheitsversorgung. Die zusätzlichen Personalmittel sollen neue Stellen in der Primärversorgung und in Krankenhäusern finanzieren sowie bereits vereinbarte Maßnahmen zur Bindung und Rückgewinnung von Personal absichern, führte Martín aus.
Zu den angekündigten Maßnahmen zählt die Ministerin sechs neue Stellen für klinische Psychologen zur Stärkung der Psychiatrie und der Versorgung in der psychischen Gesundheit. Zudem nannte sie Infrastrukturprojekte: die erste Erweiterungsphase des Hospital Universitario San Pedro, den Ausbau der Notaufnahmen, die Weiterentwicklung des Forschungszentrums CIBIR, Neubauten von Gesundheitszentren in Alberite und Calahorra sowie zusätzliche Angebote für Hospitalisierung zu Hause und für die Neurorehabilitation.
In der Parlamentsdebatte signalisierten Oppositionsvertreter Zustimmung zu Investitionen, kritisierten aber fortbestehende Wartezeiten und forderten überprüfbare Kennzahlen etwa zur Terminvergabe. Die Regierungsmehrheit verwies auf die Kombination aus Personalaufstockung, Infrastruktur und Forschung als Weg, Versorgungskapazitäten zu erhöhen und Fachkräfte zu halten.
Die Verabschiedung des Haushaltsentwurfs 2027 steht noch aus und liegt nun beim Parlament von La Rioja. Ob die angekündigten Einstellungen und Projekte kurzfristig spürbare Entlastung bringen, hängt von Ausschreibungen, Vertragsabschlüssen und der Umsetzung in den kommenden Monaten ab. Mittel- bis langfristig dürften die Maßnahmen vor allem dort Wirkung entfalten, wo es gelingt, zusätzliche Teams in der Primärversorgung aufzubauen und Engpässe in stark belasteten Klinikeinheiten zu reduzieren.
Die genannten Zahlen und Vorhaben basieren auf der Vorlage der Regionalregierung und den im Parlament am 8. Oktober 2026 präsentierten Angaben.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).