Kanaren

La Laguna richtet vom 14. bis 16. Oktober Tagung zum Aluvión von 1826 aus

In La Laguna diskutieren Forschende und Einsatzverantwortliche Mitte Oktober, was aus der Katastrophe von 1826 für Vorhersage, Prävention und Krisenmanagement auf den Kanaren folgt.

Vom 14. bis 16. Oktober 2026 richtet die Real Sociedad Económica de Amigos del País de San Cristóbal de La Laguna eine wissenschaftliche Tagung zum Ereignis El Aluvión de 1826 aus. Mitveranstalter sind das Instituto Canario de Desarrollo Cultural und die Asociación por la Memoria del Aluvión de 1826. Die Veranstaltung ist öffentlich und widmet sich der historischen Rekonstruktion des Unwetters von 1826 sowie den Lehren für Vorhersage, Prävention und die integrierte Steuerung von Notlagen auf den Kanarischen Inseln.

Das Programm beginnt an allen drei Tagen um 17:00 Uhr. Zum Auftakt am Mittwoch, 14. Oktober, stehen die Eröffnung und zwei Fachvorträge auf der Agenda: Der Historiker Pedro C. Quintana Andrés ordnet die kanarische Gesellschaft im frühen 19. Jahrhundert ein. Anschließend analysiert Pablo Mayer Suárez vom Fachbereich Geographie der Universität Las Palmas de Gran Canaria Niederschläge und Überflutungen aus geographischer Perspektive und ihre räumliche Ausprägung im Archipel.

Am Donnerstag, 15. Oktober, spricht David Suárez Molina, Delegierter der Agencia Estatal de Meteorología (AEMET) auf den Kanaren, über Charakteristika und Entwicklung extremer Wetterereignisse anhand der meteorologischen Diagnose und Vorhersagepraxis. Daran schließt sich der gemeinsame Beitrag De 1826 a 2026. De un desastre sin alertas a la gestión integral de las emergencias von Montserrat Román Casamartina, Leiterin des Servicio de Protección Civil y Atención de Emergencias, und Moisés Sánchez Arrocha, Direktor von 112 Canarias, an. Beide zeichnen den Wandel von der fehlenden Warninfrastruktur des 19. Jahrhunderts hin zu heutigen Systemen der Gefahrenprävention und der integrierten Einsatzführung nach.

Am Freitag, 16. Oktober, bildet die Vorführung des Dokumentarfilms El Aluvión de 1826 den Auftakt. Eine anschließende, moderierte Diskussion befasst sich mit Erinnerungskultur, Präventionsstrategien und den Herausforderungen künftiger Klimaszenarien für Inselregionen. Die Organisatoren betonen, dass die Verbindung aus historischer Analyse, meteorologischer Forschung, Geographie und Zivilschutz konkrete Ansatzpunkte für Risikobewertung, Raumplanung und die Weiterentwicklung von Alarmketten liefern soll.

Der Sturm in der Nacht vom 7. auf den 8. November 1826 gilt als eine der schwersten Naturkatastrophen in der Geschichte der Kanaren. Zeitgenössische und spätere Berichte nennen eine hohe Zahl an Todesopfern und die Zerstörung zahlreicher Gebäude. Die Tagung ist Teil des zweihundertjährigen Gedenkprogramms und zielt darauf ab, belastbare Erkenntnisse aus dem historischen Fall für heutige Entscheidungsprozesse zu gewinnen. Aussagen über neue finanzielle Zusagen oder konkrete zusätzliche Maßnahmen gehen aus der Programmankündigung nicht hervor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen