La Hoz de la Vieja in der Provinz Teruel richtet am 14. November 2026 die 16. Fiesta del Chopo Cabecero aus. Das Programm sieht die traditionelle Escamonda an ausgewählten Bäumen, Vorträge zum Landschafts- und Kulturwert der Kopfbäume sowie eine Fotoausstellung vor. Den Ehrenpreis Amigo del Chopo Cabecero 2026 erhält die Gemeinde Pancrudo für langjährige Pflegearbeiten und Bildungsinitiativen rund um die kopfgeschnittenen Pappeln.
Die Veranstaltung wird von lokalen Behörden und dem Centro de Estudios del Jiloca organisiert und findet in der Comarca Cuencas Mineras statt. In der Provinz Teruel konzentrieren sich einige der größten Bestände sogenannter chopos cabeceros in Europa, mit vielfach mehr als 200 Jahre alten Bäumen. Dendrochronologische Untersuchungen unter Mitwirkung des Instituto Pirenaico de Ecología datieren einzelne Exemplare auf etwa 200 bis 220 Jahre. Als Standorte werden in den Studien unter anderem Talräume am Río Pancrudo und im Alto Alfambra genannt.
Die charakteristische Form der Bäume geht auf eine traditionelle Kopfbewirtschaftung zurück: Durch periodische, kräftige Rückschnitte (Escamonda) bilden sich mächtige Köpfe, aus denen neue Triebe ausschlagen. Fachleute betonen, dass gerade diese regelmäßige Pflege ihre langfristige Stabilität und Vitalität fördert. Wird sie dauerhaft eingestellt, verändern die Bäume ihr Erscheinungsbild, nehmen an Bruchsicherheit ab und verlieren ökologische Nischen, die sie heute für zahlreiche Insekten- und Vogelarten bereitstellen.
Nach Einschätzung beteiligter Expertinnen und Experten ist die Dichte alter kopfgeschnittener Pappeln im Süden Aragons in Europa eine Ausnahme. In vergleichbaren Baumformen sind anderswo vor allem Buchen, Eschen und Weiden verbreitet, Pappeln dagegen kaum. Darauf hat unter anderem Chabier de Jaime vom Centro de Estudios del Jiloca hingewiesen, der die Bestände seit Jahren erforscht und vermittelt.
Die Fiesta del Chopo Cabecero verbindet den Schutz dieses Kulturlandschaftselements mit lokaler Wertschöpfung. Sie soll praktische Kenntnisse zur Pflege weitergeben, Gemeinden bei der Organisation gemeinsamer Arbeitseinsätze stärken und aufzeigen, wie traditionelle Nutzung, Biodiversität und der Erhalt ländlicher Identität zusammenspielen. Regionale Einrichtungen stellen begleitend Informationsmaterial bereit; vor Ort sind Führungen zu historischen Beständen geplant. Der Preis für Pancrudo würdigt insbesondere die kontinuierliche, gemeinschaftlich organisierte Pflege entlang des Río Pancrudo und die öffentliche Vermittlung dieser Arbeit.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).