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Kulturministerium gibt La Rioja die 1963 gestohlene Virgen de la Manzana zurück

Spanien übergibt die aus San Millán de Suso entwendete Madonna an La Rioja; sie ist ab 30. September im Kloster Yuso zu sehen.

Das spanische Ministerium für Kultur hat der Autonomen Region La Rioja die sogenannte Virgen de la Manzana zurückgegeben, eine gotische Madonna, die in der Nacht vom 4. auf den 5. August 1963 aus dem Retabel des Klosters San Millán de Suso entwendet worden war. Nach Angaben der beteiligten Institutionen wurde die Figur rund zwei Jahre später in Poitiers (Frankreich) wiedergefunden und nach einer Restaurierung durch das heutige Instituto del Patrimonio Cultural de España zunächst im Museo de Málaga verwahrt. Bei einer kürzlichen Bestandsprüfung im Museo de Málaga konnte die Identität der Skulptur eindeutig dem Retabel von San Millán de Suso zugeordnet werden; dies ermöglichte das nun abgeschlossene Rückgabeverfahren.

Die Übergabe erfolgte in Zusammenarbeit zwischen dem Ministerio de Cultura, der Regierung von La Rioja und der Junta de Andalucía; beteiligt waren außerdem das Museo de Málaga und das Museo de La Rioja. Die Virgen de la Manzana wird künftig zu den staatlichen Sammlungen des Museo de La Rioja gehören, ist aber zunächst in der Ausstellung „AutorIA: La Rioja, tierra del español“ im Kloster Yuso zu sehen. Die Schau läuft vom 30. September 2026 bis zum 10. Januar 2027.

Die Behörden betonen zugleich den laufenden Restaurierungs- und Sicherungsaufwand am Gesamtkomplex von San Millán. Das Instituto del Patrimonio Cultural de España führt seit Dezember 2024 eine Notintervention durch. Genannt werden Arbeiten zur Beseitigung von Feuchtigkeit, zur Verbesserung des Wassermanagements sowie zur Konsolidierung von Dächern und Gebäudestrukturen; veranschlagt sind dafür mehr als 4,5 Millionen Euro. Die Rückgabe der Madonna wird in diesem Kontext als Wiedergewinnung eines klar belegbaren Bestandteils des ursprünglichen Retabels und als Stärkung des historischen Ensembles gewertet.

Die Ausstellung in Yuso vereint Leihgaben nationaler und internationaler Institutionen. Angekündigt sind unter anderem Stücke aus dem Museo Arqueológico Nacional und dem Louvre sowie das Códice Patrístico aus dem Archivo Histórico Nacional. Organisatoren sehen darin einen kulturpolitischen Akzent für La Rioja, der die Bedeutung des Ortes San Millán de la Cogolla für die Geschichte der spanischen Sprache unterstreicht.

Der Klosterkomplex von San Millán de la Cogolla (Suso und Yuso) wurde 1997 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Zentral für seinen Rang sind die sogenannten glosas emilianenses, frühe Notate in romanischer und baskischer Sprache. Mit der Rückführung der Virgen de la Manzana kehrt ein identifizierter Teil des in San Millán entstandenen Kulturerbes an seinen Herkunftsort zurück; die zuständigen Stellen kündigen an, die konservatorische Überwachung fortzuführen.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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