König Felipe der Sechste hat am 13. und 14. Oktober 2026 zusammen mit Königin Letizia die autonomen Städte Ceuta und Melilla besucht. In einer Rede in Melilla erklärte er, Ceuta und Melilla seien Spanien und Europa, und rief zur Einheit der Institutionen im Umgang mit den aktuellen Herausforderungen auf. Zudem plädierte er für Rückführungen von Migrantinnen und Migranten so bald wie möglich und auf gesetzlich vorgesehenen Wegen.
Die Reise war die erste des seit 2014 amtierenden Monarchen in beide Städte und setzte nach Darstellung der Casa Real ein sichtbares Zeichen staatlicher Präsenz. In Ceuta und Melilla empfingen Tausende Menschen das Königspaar mit Beifall und Fahnen. Medienberichte dokumentierten Sprechchöre und ein breites Echo lokaler Behörden, die den Besuch als Bestätigung der Verbundenheit mit dem Rest des Landes würdigten.
Außenpolitisch richtete sich die Botschaft auch an Marokko. Felipe der Sechste hob die Bedeutung einer verlässlichen Nachbarschaftspolitik hervor, die auf Vertrauen und gegenseitiger Verantwortung beruhe. Nach Angaben der Nachrichtenagentur EFE hielt sich die Regierung in Rabat während der Visite erkennbar zurück und verzichtete auf öffentliche Zuspitzungen. Ob der symbolische Schritt zu kurzfristigen Vereinbarungen führt, ist offen und hängt von den Gesprächen der Regierung Spaniens mit Marokko ab.
Der Besuch fiel in eine Phase erhöhter Ankünfte an den Außengrenzen Spaniens. Offizielle Stellen verwiesen zuletzt auf eine angespannte Lage an der marokkanisch-spanischen Grenzlinie und auf den Routen in der Straße von Gibraltar sowie im westlichen Mittelmeer. Konkrete operative Entscheidungen zu Grenzschutz und Rückführungen liegen jedoch bei der Regierung Spaniens und den zuständigen Behörden; das Staatsoberhaupt setzt Impulse, trifft aber keine Verwaltungsentscheidungen.
Politisch wurde die Visite unterschiedlich gedeutet. Einige regionale Vertreterinnen und Vertreter sprachen von einer Normalisierung der staatlichen Präsenz in den beiden Städten. Andere verwiesen darauf, dass der Kurs gegenüber Rabat dauerhaft nur mit abgestimmten Maßnahmen von Madrid und Rabat Wirkung entfalten könne. Klar ist: Die Ansprache des Königs zielte auf Geschlossenheit nach innen und Berechenbarkeit nach außen – mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass Ceuta und Melilla untrennbar zur verfassungsmäßigen Ordnung Spaniens gehören.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).