Katalonien

Katalonien prüft Glovo, Uber Eats und Amazon nach Unwetterwarnungen

Die Generalitat de Catalunya hat von Amts wegen ein Verfahren eingeleitet und Glovo, Uber Eats und Amazon aufgefordert, Schutzprotokolle für Zusteller bei Unwetter vorzulegen. Die Arbeitsinspektion setzte dafür Fristen bis November.

Die Generalitat de Catalunya hat von Amts wegen ein Verwaltungsverfahren gegen die Lieferplattformen Glovo, Uber Eats und Amazon eröffnet. Das Departament d’Empresa i Treball forderte die Unternehmen auf, ihre internen Protokolle zum Schutz von Zustellerinnen und Zustellern bei extremen Wetterlagen vorzulegen. Anlass sind die jüngsten Unwetter und behördlichen Warnungen in Katalonien Anfang Oktober. Die Inspecció de Treball de Catalunya setzte Fristen bis November für die Übermittlung der Unterlagen.

Der Schritt zielt darauf, zu klären, ob die Plattformen ihre betrieblichen Abläufe bei Wetteralarm entsprechend anpassen, Touren aussetzen oder andere Schutzmaßnahmen ergreifen. Nach Eingang der Dokumentation will die Verwaltung prüfen, ob Auflagen oder Sanktionen erforderlich sind. Eine Entscheidung über konkrete Bußgelder liegt noch nicht vor.

Präsident Salvador Illa bestätigte die Einleitung der Prüfung und verwies darauf, dass sich der Arbeitsschutz an veränderte klimatische Bedingungen anpassen müsse. Unternehmen hätten in Warnlagen die Pflicht, die Sicherheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Laut Darstellung der Regierung folgt die Maßnahme der Linie, bei außergewöhnlichen Wetterereignissen systematisch nachzuvollziehen, ob Gefährdungen angemessen bewertet und reduziert wurden.

Die betroffenen Plattformen verweisen nach Medienberichten grundsätzlich auf Sicherheitsregeln und interne Verfahren. Inhalt und Umfang der nun angeforderten Unterlagen werden von der Inspecció de Treball de Catalunya ausgewertet. Maßgeblich ist, ob die Protokolle klare Kriterien für den Umgang mit Warnstufen enthalten und ob sie praktikabel umgesetzt werden können. Für die Behörden geht es dabei sowohl um unmittelbaren Schutz von Zustellerinnen und Zustellern im Straßenverkehr als auch um die Frage, wie Entscheidungswege bei rasch wechselnden Wetterlagen organisiert sind.

Im weiteren Verfahren werden die Angaben der Unternehmen mit den dokumentierten Wetterwarnungen und den operativen Entscheidungen in den betroffenen Zeiträumen abgeglichen. Die Generalitat de Catalunya stellt in Aussicht, bei festgestellten Mängeln verwaltungsrechtlich einzuschreiten. Unabhängig von einem möglichen Sanktionsverfahren dürfte die Auswertung als Referenz für künftige Auflagen dienen. Eine öffentliche Bewertung der eingereichten Protokolle wird frühestens nach Ablauf der Frist im November erwartet.

Die Untersuchung wurde nach Angaben aus Regierungs- und Medienkreisen eingeleitet und unter anderem über Catalunya Ràdio bekannt gemacht. Eine weitergehende Entscheidung über Sanktionen bleibt dem Abschluss der Prüfung vorbehalten.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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