Barcelona, 7. September 2026 – Die Generalitat de Catalunya hat die erste Ausschreibung „Ayudas a la Ciencia Abierta de Catalunya“ mit einem Budget von 600.000 Euro gestartet. Nach Angaben des Departaments für Forschung und Universitäten zielt die Förderlinie darauf, Transparenz, Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsergebnissen zu stärken und offene Wissensvermittlung in die Gesellschaft zu tragen.
Antragsberechtigt sind Universitäten, CERCA-Zentren, Forschungsstiftungen, Museen, Beobachtungsstellen und andere gemeinnützige Einrichtungen in Katalonien. Gefördert werden laufende Vorhaben sowie Projekte, die höchstens sechs Monate vor dem 31. Dezember 2027 abgeschlossen wurden. Der Bewerbungsschluss ist der 5. Oktober 2026 um 14.00 Uhr (MESZ). Die Auswahlkriterien umfassen wissenschaftliche Qualität, erwarteten gesellschaftlichen Nutzen sowie technische und wirtschaftliche Machbarkeit; zusätzlich werden Gender-Perspektive, Inklusion und Nachhaltigkeit berücksichtigt.
Die Mittel sind in vier Linien gegliedert. Für die Öffnung und Wiederverwendung von Forschungsergebnissen stehen 270.000 Euro bereit, pro Projekt bis zu 15.000 Euro. Maßnahmen zur Weiterbildung, Mobilität und fachlichen Qualifizierung sind mit 120.000 Euro dotiert. Für Initiativen zur Verbreitung und Aktivierung in der Gesellschaft – etwa Workshops und Seminare – sind 170.000 Euro vorgesehen, je Antrag bis zu 7.500 Euro. Eine spezielle Linie zur Beteiligung der Zivilgesellschaft an Forschung zur psychischen Gesundheit im Rahmen des Pacte Nacional de Salut Mental umfasst 40.000 Euro, pro Projekt bis zu 10.000 Euro.
Das Departament de Recerca i Universitats führt die Ausschreibung in Zusammenarbeit mit der Fundació Catalana per a la Recerca i la Innovació und dem Consorci de Serveis Universitaris de Catalunya durch. Begründet wird die Maßnahme mit dem Ziel, Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung breiter zugänglich zu machen und so die demokratische Nutzung von Wissen zu fördern. Zugleich soll die Förderung Strukturen und Kompetenzen für eine Kultur der offenen Wissenschaft festigen.
Die Ausschreibung ist Teil einer breiteren katalanischen Strategie zur Förderung offener Wissenschaft. Auf europäischer Ebene verlangen mehrere Förderlinien zunehmend die Einhaltung der FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) für Forschungsdaten. Regionale Programme wie die nun veröffentlichten Hilfen sollen Einrichtungen dabei unterstützen, diese Standards praktisch umzusetzen und den Transfer in die Gesellschaft zu stärken.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).