Die Dirección General de Comercio y Consumo des Gobierno de Cantabria hat am 23. August 2026 mitgeteilt, dass der Promoter des Reggaeton Beach Festival auf wiederholte, formelle Ersuchen im Zusammenhang mit der Absage der in Santander geplanten Ausgabe und den daraus folgenden Rückerstattungen bislang nicht geantwortet hat. Die Behörde betont, sie stelle weiterhin Beratung und Schutz für betroffene Verbraucherinnen und Verbraucher in Kantabrien bereit.
Nach Angaben der Direktion umfassten die schriftlichen Ersuchen konkrete Auskünfte zum Ablauf der Erstattungen sowie zur Information der Ticketkäufer. Da eine substanzielle Antwort ausblieb, empfiehlt die Behörde den Betroffenen, unverzüglich formale Reklamationen beim jeweiligen Verkaufsweg einzureichen, Kaufbelege und Kommunikation zu sichern und bei ausbleibender Reaktion die örtliche Oficina Municipal de Información al Consumidor (OMIC) oder anerkannte Verbraucherschutzverbände einzuschalten.
Hintergrund ist die am 18. Juni 2026 vom Veranstalter verkündete Absage aller in Spanien geplanten Termine der Sommertour 2026, darunter auch Santander. Begründet wurde der Schritt mit „wirtschaftlichen, finanziellen und operativen Umständen“, die die Tragfähigkeit des Projekts wesentlich beeinträchtigten. Unabhängig davon, so die kantabrische Verwaltung, blieben die gesetzlichen Pflichten gegenüber den Käuferinnen und Käufern bestehen.
Die Dirección General de Comercio y Consumo verweist dabei auf die einschlägigen Verbraucherrechte: Bei einer Absage, die nicht dem Verantwortungsbereich der Kundinnen und Kunden zuzurechnen ist, besteht Anspruch auf vollständige Erstattung der gezahlten Beträge einschließlich etwaiger Bearbeitungs- oder Servicegebühren innerhalb angemessener Frist. Dies folge aus dem spanischen Verbraucherschutzrecht sowie den kantabrischen Vorschriften für öffentliche Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten. Zusätzliche Ansprüche könnten sich ergeben, wenn Nebenleistungen über denselben Vertriebskanal gebucht wurden.
Im nationalen Kontext veröffentlichte das Ministerio de Consumo Anfang August 2026 eine Sanktion gegen einen Festivalpromoter wegen unlauterer Praktiken nach mehreren Beschwerden im Zusammenhang mit Absagen und dem Management von Rückzahlungen. Die kantabrische Behörde ordnet ihre Maßnahmen in diesen Rahmen ein und kündigt an, Betroffene über verfügbare verwaltungsrechtliche Schritte fortlaufend zu informieren.
Das Gobierno de Cantabria hält fest, dass es bislang keine substanzielle Antwort des RBF‑Promoters auf seine requerimientos erhalten hat. Es fordert Transparenz und eine zügige Abwicklung der Erstattungen, um das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher wiederherzustellen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).