Kantabrien

Kantabrien führt direkte Exportförderung ein – bis zu 50.000 Euro je Unternehmen

Die Regionalregierung hat am 28. Oktober 2026 ein Dekret im Boletín Oficial de Cantabria veröffentlicht. Es stellt die Internationalisierungszuschüsse auf direkte Vergabe über SODERCAN um: bis zu 70 Prozent Förderung, maximal 50.000 Euro pro…

Die Regionalregierung von Kantabrien hat am 28. Oktober 2026 im Boletín Oficial de Cantabria (BOC) ein Dekret der Consejería de Industria, Empleo, Innovación y Comercio veröffentlicht, das die Internationalisierungsförderung auf direkte Zuschüsse umstellt. Die Vergabe erfolgt künftig ohne Wettbewerbsverfahren über die öffentliche Entwicklungsgesellschaft SODERCAN, um Auszahlungen zu beschleunigen und Formalaufwand zu senken.

Das Dekret legt eine Förderintensität von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Ausgaben fest, mit einem Höchstbetrag von 50.000 Euro pro Unternehmen oder selbstständiger Person. Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen Messebeteiligungen mit eigenem Stand, Präsentations- und Promotionveranstaltungen, Fachbesuche, Marktstudien, Zertifizierungen und Markeneintragungen. Für die Linie „Studien und Machbarkeitsanalysen“ gilt ein Höchstbetrag von 6.000 Euro; der auditpflichtige Prüfbericht wird mit bis zu 900 Euro bezuschusst. Der Mindesteinsatz beträgt 5.000 Euro; pro Begünstigtem sind bis zu zwei Anträge pro Kalenderjahr möglich.

Anträge werden über SODERCAN verwaltet und können fortlaufend während des Jahres gestellt werden; formale Einreichungsfristen entfallen. Von Beginn an sind Belege wie Rechnungen, Zahlungsnachweise und der vorgeschriebene Prüfbericht einzureichen, damit bei positiver Prüfung die Auszahlung unmittelbar veranlasst werden kann. Die maximale Frist für den Bescheid beträgt drei Monate ab Antragseingang. Für erstmalig gestellte Anträge können Ausgaben rückwirkend ab dem 11. Oktober 2025 berücksichtigt werden. Konkrete Anträge sind über den Gestor de Ayudas von SODERCAN einzureichen.

Nach Darstellung der Regionalregierung ist die Umstellung Teil des I Plan de Internacionalización de Cantabria 2025–2028. Begründet wird sie mit dem Bedarf an mehr Geschwindigkeit und Flexibilität bei außenwirtschaftlichen Aktivitäten, die sich nicht an starre Verwaltungskalender halten. Ziele sind eine höhere Exportquote und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen.

Die Maßnahme dürfte die Abwicklung vereinfachen, verlagert aber auch Verantwortung für Prüfung und Risikomanagement auf SODERCAN. In der Bekanntmachung bleiben nationale Koordinierungsfragen mit anderen Förderinstrumenten offen; ebenso wird die konkrete Gesamtdotation für 2026 im Kontext weiterer SODERCAN-Programme nicht präzisiert. Die Regionalregierung nennt für Entscheidungen einen Höchstzeitraum von drei Monaten, womit Planbarkeit für Antragstellende erhöht werden soll.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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