Der Überwachungsausschuss des Programms bestätigte am 7. Oktober 2026 in Santander, dass Kantabrien rund 95 Prozent der für die Region vorgesehenen Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung 2021–2027 ausgeführt oder vertraglich gebunden hat. Die kantabrische Zuweisung liegt bei 78,8 Millionen Euro. An der Sitzung des Comité de Seguimiento nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Regionalverwaltung, Vertreter der Europäischen Kommission und des spanischen Finanzministeriums sowie zuständige Stellen der Programmdurchführung teil.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen der Stand der Projektumsetzung, die Erreichung der festgelegten Ziele und organisatorische Fragen zu Verwaltung, Evaluierung, Kommunikation und Monitoring. Die Teilnehmenden bewerteten die Entwicklung als „sehr positiv“ und hoben den hohen Ausführungs- und Bindungsgrad hervor. Die Direktorin für EU-Fonds, Marta García Hospital, verwies auf Fortschritte bei Infrastrukturmaßnahmen sowie bei Projekten zur Energieeffizienz, Forschung und Digitalisierung.
Zur Begutachtung des physischen Fortschritts besuchte das Comité de Seguimiento vor Ort mehrere geförderte Vorhaben. Dazu gehörten der Tritubo de Aguas de Santander und das Versorgungssystem Plan Noja in Noja. Für den folgenden Tag war ein Termin im Parque de la Naturaleza de Cabárceno angesetzt, um Eingriffe zur Erhaltung des Naturerbes und zur Verbesserung öffentlicher Einrichtungen zu prüfen. Solche Ortsbegehungen dienen der Dokumentation von Indikatoren, die für Mittelabrufe gegenüber Brüssel relevant sind.
Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung hat das Ziel, regionale Unterschiede zu verringern und nachhaltige Investitionen in Innovation, ökologische Transformation und öffentliche Infrastruktur zu fördern. Ein Ausführungs- und Bindungsgrad von 95 Prozent bedeutet in der Förderlogik, dass die Mehrzahl der Projekte ausgewählt und vertraglich gesichert ist; Auszahlungshöhen richten sich weiter nach Baufortschritt, Abnahme und Prüfungen.
Offen blieb bei der Sitzung, in welchem Umfang Umschichtungen zwischen Prioritätsachsen bis Ende 2027 genutzt werden. Die Regionalverwaltung kündigte an, verbleibende Vorhaben eng zu begleiten, um Fristen einzuhalten und die Qualitätsanforderungen der Kofinanzierung zu sichern. Risiken wie Preisschwankungen im Bauwesen, Lieferengpässe und Genehmigungsverzögerungen werden genannt, derzeit aber als beherrschbar eingeschätzt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).