Kanaren

Kanaren und Aldeas Infantiles stärken Schutz für benachteiligte Familien

Bei einem Besuch auf Teneriffa haben die Kanaren und Aldeas Infantiles das Programm Construyendo Futuro und weitere geförderte Projekte zur Unterstützung vulnerabler Familien und Jugendlicher vorgestellt.

Die kanarische Sozialministerin Candelaria Delgado hat am Donnerstag, 15. Oktober, die Ecogranja von Aldeas Infantiles auf Teneriffa besucht. Nach Angaben des Gobierno de Canarias stand die Stärkung von Hilfsangeboten für benachteiligte Familien und junge Menschen im Mittelpunkt. Vorgestellt wurden das Programm Construyendo Futuro sowie weitere Maßnahmen, die teilweise über die 0,7 Prozent der Einkommensteuer für soziale Zwecke finanziert werden. An dem Termin nahmen auch Sandra Rodríguez, Generaldirektorin für Kinderschutz und Familien, und Juan Vicente González, Regionaldirektor von Aldeas Infantiles auf den Kanaren, teil.

Kern von Construyendo Futuro sind individuell zugeschnittene Einsteigerwege in Ausbildung und Arbeit für Jugendliche in prekären Lebenslagen. Laut Regierung kombinieren die Angebote fachliche Schulungen, persönliche Entwicklung und digitale Kompetenzen und begleiten die Teilnehmenden bis zur Arbeitsaufnahme und sozialen Integration. Die Trägerorganisation betont zudem digitale Lernzugänge, um Entfernungen und Konnektivitätsgrenzen im Inselkontext zu überwinden, sowie praxisnahe Vorbereitungen auf Tätigkeiten in nachhaltigen Sektoren wie Biobau und ökologische Landwirtschaft.

Die Ecogranja auf Teneriffa wurde als ergänzender Baustein hervorgehoben. Dort kommen in einem Projekt mit 55 Kindern und Jugendlichen therapeutische Interventionen mit Pferden zum Einsatz. Nach Darstellung von Aldeas Infantiles sollen sie kognitive, motorische und soziale Fähigkeiten fördern und so Entwicklungsdefiziten bei Kindern mit Beeinträchtigungen oder sozialer Verwundbarkeit entgegenwirken. Neben diesem Angebot führt die Organisation auf den Kanaren betreute Wohnformen für Minderjährige aus dem Schutzsystem, Programme zur Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie sowie Tageszentren für Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lagen. Genannt wurde ein Gesamtvolumen der geförderten Projekte von rund 350.000 Euro.

Ein Teil der Vorhaben wird über die zweckgebundene 0,7-Prozent-Zuweisung aus der Einkommensteuer finanziert; die Auswahl erfolgt in Förderverfahren des Gobierno de Canarias. Die Regierung versteht die präsentierten Projekte als Bausteine eines engmaschigeren Schutznetzes, das Bildungsanreize, psychosoziale Unterstützung und Einstiegshilfen in den Arbeitsmarkt verbindet.

Der Termin dokumentiert politische Schwerpunktsetzung und laufende Projektarbeit. Aussagen zu Wirkungen auf Beschäftigungschancen oder langfristige soziale Integration sind Zielbeschreibungen von Regierung und Trägerorganisation. Valide Wirksamkeitsdaten zur nachhaltigen Arbeitsaufnahme oder zu messbaren Entwicklungsfortschritten der Teilnehmenden wurden in der Mitteilung nicht vorgelegt. Der Vorgang betrifft primär die Kanaren; er ist in die regionale Förderpolitik für soziale Projekte eingebettet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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