Kanaren

Kanaren stellen Lärmaktionsplan für Hauptverkehrsachsen vor

Die Regionalregierung hat am 9. Oktober 2026 die vierte Planungsphase für 2023 bis 2027 präsentiert. Sie nennt 53 vorrangige Bereiche und modelliert eine Minderung der Lärmbelastung um rund 26 Prozent.

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat am 9. Oktober 2026 die vierte Phase ihres Plans zur Minderung des Verkehrslärms entlang der großen Straßenachsen vorgestellt. Der Entwurf für den Zeitraum 2023 bis 2027 weist 53 vorrangige Bereiche aus, in denen Maßnahmen zuerst ansetzen sollen. Nach Behördenangaben ergibt die Analyse derzeit eine modellierte Verringerung der Lärmbelastung um etwa 26 Prozent und nähert die Inseln dem europäischen Ziel einer Reduktion um 30 Prozent bis 2030 an.

Zuständig ist die Consejería de Obras Públicas, Vivienda y Movilidad, federführend die Dirección General de Infraestructura Viaria. In dieser Phase hat das Ressort erstmals auch die Verwaltung der strategischen Lärmkarten übernommen, auf deren Grundlage die Aktionspläne erstellt werden. Die Karten geben Auskunft über die Exposition der Bevölkerung und dienen dazu, Prioritäten für Eingriffe festzulegen.

Als aktueller Schritt hat die Regierung das Beteiligungsverfahren eröffnet. Eine erste öffentliche Sitzung fand am 8. Oktober 2026 auf Gran Canaria statt, eine zweite am 9. Oktober 2026 auf Tenerife im Saal des Edificio de Usos Múltiples I. Interessierte konnten den Planentwurf einsehen, Hinweise geben und Vorschläge einbringen. Im Anschluss ist eine vorläufige Billigung vorgesehen, dann die öffentliche Auslegung mit Auswertung der Eingaben. Nach der endgültigen Genehmigung wird der Plan der Europäischen Kommission übermittelt.

Die Verwaltung beschreibt den Ansatz als Übergang von der Diagnose zu konkreten Maßnahmen in klar priorisierter Reihenfolge. Genannt werden unter anderem technische Lärmschutzwände, verkehrsorganisatorische Anpassungen in Ortslagen, tempobezogene Regelungen und Lösungen, die der komplexen Topografie vieler Korridore Rechnung tragen. Konkrete Maßnahmenstandorte, Zeitpläne und die Finanzierung werden nach Abschluss der Beteiligung im endgültigen Dokument präzisiert.

Die Zahl von rund 26 Prozent ist eine Szenariorechnung auf Basis der derzeitigen Planungsannahmen, keine bereits erreichte Wirkung. Die Direktorin der Straßenbauverwaltung, Rosana Melián, betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Lärmschutzes für Lebensqualität und Gesundheit sowie die Einbindung der Kommunalverwaltungen und der Bevölkerung.

Termine und Verfahren sind damit umrissen: Vorlage der vierten Phase am 9. Oktober 2026, Beginn der öffentlichen Beteiligung mit Sitzungen am 8. und 9. Oktober 2026. Verlässliche Angaben zu Investitionssummen, zur Auswahl einzelner Korridore und zu Umsetzungsfristen stehen noch aus und sollen mit der endgültigen Fassung des Plans folgen. Der offizielle Titel des Programms lautet Plan de Acción contra el Ruido.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk