Die Regierung der Kanarischen Inseln hat am 5. Oktober 2026 die vierte Auflage eines Fortbildungskurses für Fachkräfte im Jugendbereich angekündigt. Unter dem Titel Prácticas Coeducativas: Competencias y herramientas para combatir las violencias machistas en el trabajo con personas jóvenes organisiert die Dirección General de Juventud eine siebenteilige, synchron-online durchgeführte Reihe, die am 6. Oktober beginnt und am 29. Oktober endet. Finanziert wird die Initiative aus Mitteln des Pacto de Estado contra la Violencia de Género, unterstützt vom spanischen Ministerium für Gleichstellung; die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Regionalverwaltung.
Ziel ist Prävention in der Primärarbeit mit Jugendlichen: Die Fortbildung will Mitarbeitenden in Jugendeinrichtungen, Schulen und außerschulischer Bildung konkrete Instrumente gegen Sexismus, Belästigung und andere Formen geschlechtsspezifischer Gewalt vermitteln. Geplant sind sieben Sitzungen zu je drei Stunden, jeweils von 16:00 bis 19:00 Uhr. Die Auftaktsitzung am 6. Oktober behandelt nach Angaben der Dirección General de Juventud die theoretischen Grundlagen der Koedukation und stellt den begleitenden Lehrleitfaden vor. Im Anschluss spricht Iván Gómez über gleichstellungsorientierte Männlichkeiten als Werkzeug der Gewaltprävention.
Der weitere Ablauf ist thematisch fokussiert: Am 8. Oktober verbindet Rioko Fotabón Antirassismus und Bildungsarbeit und skizziert Prävention aus intersektionaler Perspektive. Am 13. Oktober widmet sich Nira Santana den ciberviolencias machistas und Präventionsmöglichkeiten im schulischen Kontext. Am 15. Oktober spricht Itxi Guerra über Begleitung mit einer geschlechter- und ableismuskritischen Perspektive. Nilsa Perdomo argumentiert am 20. Oktober für eine gleichstellungsorientierte Bildung jenseits eines adultozentrischen Blicks. Am 27. Oktober analysiert Magda Piñeyro Gordofobia und psychische Gewalt als Formen geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Abschlussveranstaltung am 29. Oktober bestreitet Asiria Álvarez mit Ansätzen zur Prävention durch künstlerische Praxis.
Die Ankündigung auf der Website der Gobierno de Canarias ordnet das Angebot regional ein und richtet es an Personen, die direkt mit Jugendlichen arbeiten. Die Landesregierung betont den präventiven, intersektionalen Ansatz, der Gewalt gegen Frauen und Mädchen nicht isoliert, sondern in Zusammenhängen mit Rassismus, Ableismus, Körpernormen und digitalen Gewaltformen betrachtet. Angaben zu Teilnahmezahlen, Auswahlverfahren und einer späteren Evaluation macht die Behörde in der Mitteilung nicht. Damit bleibt offen, wie die Wirksamkeit der Maßnahmen nach Kursende gemessen werden soll; der organisatorische und thematische Rahmen ist indes klar umrissen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).