Die Regierung der Kanarischen Inseln und das Centro de Arte La Regenta haben den Aufruf zur zweiten Ausgabe des Programms Ktálisis nómada gestartet. Öffentliche Bildungszentren aller Stufen in der Autonomen Gemeinschaft sowie Künstlerinnen und Künstler aus beliebigen Disziplinen können bis zum 4. Dezember 2026 Bewerbungen und Projektvorschläge einreichen. Ziel ist es, zeitgenössische künstlerische Praxis, schulische Lernprozesse und lokale Gemeinschaften enger zu verknüpfen.
Nach Angaben der Organisatoren wird jedem ausgewählten Bildungszentrum ein künstlerisch-pädagogisches Projekt zugeordnet. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen Kunstschaffenden, Lehrkräften und drei Gruppen von Schülerinnen und Schülern mit jeweils bis zu 25 Teilnehmenden. Ergänzend sind Workshops und Aktivitäten vorgesehen, die die gesamte Schulgemeinschaft einbinden. Die Ausschreibung richtet sich an öffentliche Einrichtungen der Educación Infantil, Primaria, Secundaria, Bachillerato, Formación Profesional und Educación Especial.
Die Auswahl soll eine ausgewogene Verteilung über die Inseln sicherstellen und die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Künstlerinnen und Künstlern sowie Bildungszentren berücksichtigen. Nach Abschluss des Verfahrens wird die endgültige Liste der ausgewählten Projekte und der zugehörigen Schulen auf der Website des Centro de Arte La Regenta veröffentlicht. Vorschläge und Zentren, die in dieser Runde nicht zum Zuge kommen, bleiben in einem Repositorium und in einem Interessenverzeichnis für künftige Ausschreibungen gespeichert.
Ktálisis nómada setzt eine Initiative fort, die gegen Ende des vorangegangenen Schuljahres aus dem in Gran Canaria erprobten Projekt Ktálisis hervorgegangen ist. Die nun gestartete Version weitet den Ansatz auf alle Inseln aus. Finanziert wird das Programm durch das Gobierno de Canarias und mit Unterstützung des spanischen Kulturministeriums im Rahmen des Plan de Derechos Culturales.
Die Organisatoren stellen den programmatischen Rahmen und das Verfahren für die anstehende Auswahl bereit. Angaben zur Zahl der geförderten Projekte sowie zu konkreten finanziellen oder logistischen Unterstützungsleistungen für einzelne Zentren wurden in der Bekanntmachung nicht genannt. Diese Details sollen im Verlauf des Auswahlprozesses folgen. Mit dem Aufruf reagiert die Kulturverwaltung auf die seit 2023 aufgebaute Nachfrage nach strukturierten Kooperationen zwischen Schulen und der freien Kunstszene und verankert künstlerische Lernformen stärker im Unterrichtsalltag der Kanarischen Inseln.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).