Mehrere spanische Medien melden übereinstimmend, dass Juan Carlos I am 10. Oktober 2026 darauf verzichtet hat, die 2012 an Corinna Larsen überwiesenen 65 Millionen Euro gerichtlich zurückzufordern. Eine offizielle Bestätigung durch die Casa de S. M. el Rey lag bis zum Abend nicht vor.
Die genannte Summe geht auf Zahlungen zurück, die dem damaligen Monarchen 2008 aus Saudi-Arabien zugeflossen sein sollen. Nach Recherchen, die Geldflüsse über die Fondsgesellschaften Lucum und Zagatka dokumentierten, leitete Juan Carlos I 2012 rund 65 Millionen Euro als Schenkung an Corinna Larsen weiter. Die Zuwendung wurde in Berichten als „unwiderruflich“ bezeichnet. Die Vorgänge standen in Spanien wiederholt im Fokus juristischer und politischer Debatten.
Nach Angaben aus Kreisen des emeritierten Königs prüften seine Rechtsberater 2025 und 2026, vor allem im Vereinigten Königreich, die Möglichkeit, die Schenkung anzufechten. Diese Überlegungen seien nun verworfen worden. Gründe, die in den Berichten genannt werden, sind rechtliche Unsicherheiten und das Risiko weiterer Imageschäden. Das Königshaus selbst kommentierte die Berichte nicht.
Rechtlich hätte eine Rückforderung einen komplexen zivilrechtlichen Streit mit Bezug zu internationalen Treuhand- und Offshore-Strukturen bedeutet. Fachleute zitierten dabei unterschiedliche Erfolgsaussichten, unter anderem wegen der rechtlichen Ausgestaltung der Schenkung, möglicher Verjährungsfragen und der Zuständigkeit ausländischer Gerichte. Politisch hätte ein solcher Prozess die Diskussion über Transparenz und Rechenschaft der Monarchie in Spanien neu belebt.
Die jetzt gemeldete Entscheidung beendet die Auseinandersetzung nicht zwingend endgültig, nimmt ihr jedoch kurzfristig Brisanz. Offen bleibt, ob parallel noch steuer- oder strafrechtliche Gesichtspunkte Gegenstand behördlicher Prüfungen sind. Dazu liegen keine neuen amtlichen Verlautbarungen vor.
Die Casa de S. M. el Rey hat in früheren Jahren zu einzelnen Aspekten der Causa Juan Carlos I und zu dessen Status als emeritierter König kommuniziert, zu der hier berichteten Entscheidung aber bislang keine Stellungnahme veröffentlicht. Bis zu einer offiziellen Bestätigung bleibt der Verzicht auf eine Rückforderung eine von Medien und informierten Kreisen berichtete Entwicklung vom 10. Oktober 2026.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).