Zum 20. Jubiläum des Teatro Auditorio de El Escorial hat Isabel Díaz Ayuso, Präsidentin der Comunidad de Madrid, am 4. September 2026 ein Gedenkkonzert in San Lorenzo de El Escorial besucht. Unter dem Titel „Morir para vivir“ stand Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2, die Auferstehungssinfonie, auf dem Programm. Es musizierten die Orquesta y Coro de la Comunidad de Madrid (ORCAM) und der Coro de RTVE unter der Leitung von Alondra de la Parra. Als Solistinnen traten Serena Sáenz (Sopran) und Gaëlle Arquez (Mezzosopran) auf.
Das Konzert ist Teil der ersten Ausgabe des neuen Festivals Escena Escorial, das nach Angaben der Veranstalter vom 28. August bis zum 19. September 2026 in San Lorenzo de El Escorial läuft. Es verbindet sinfonische und kammermusikalische Abende mit Tanz, Oper und Schauspiel. Auf dem Spielplan stehen neben Wiederentdeckungen und Neuproduktionen auch Auftritte international bekannter Künstler wie Grigory Sokolov, Daniel Barenboim und Nemanja Radulović. Angekündigt sind zudem eine neue Fassung von Carmen und Nascencia des Ballet Español de la Comunidad de Madrid. Die künstlerische Leitung des Theaters und des Festivals liegt bei Alondra de la Parra, die die Planungen mit der Arbeit der ORCAM verzahnen will.
Die Regionalregierung sieht in der Festivalpremiere einen Impuls, das Teatro Auditorio de El Escorial als überregional sichtbares Produktions- und Aufführungszentrum zu profilieren. Ziel sei es, das Haus im Zusammenspiel mit den Aktivitäten der ORCAM im Auditorio Nacional unter die führenden Musikadressen Spaniens zu rücken. Aussagen über wirtschaftliche Effekte oder eine Verstetigung des Festivals über 2026 hinaus machten die Verantwortlichen bislang nicht.
Das Teatro Auditorio wurde 2006 eröffnet und gehört heute zum Centro Dramático, Coreográfico y Musical de la Comunidad de Madrid, zu dem auch die Teatros del Canal zählen. Nach Betreiberangaben verfügt das Gebäude über 25.401 Quadratmeter Fläche, verteilt auf zehn Ebenen, von denen acht unterirdisch liegen. Die große Bühnen- und Haustechnik der Sala A wird als eine der leistungsfähigeren in Spanien beschrieben; gleichzeitig sollte die überwiegend unterirdische Bauweise die städtebauliche Wirkung am Rand des historischen Klosters mildern. Die Außenverkleidung aus Granit wurde auf die lokale Baukultur abgestimmt; ein während der Bauarbeiten erhaltener Pinsapo gilt inzwischen als Markenzeichen des Hauses. Am Entwurf wirkten unter anderem die Architekten Juan Blasco Martínez, Andrés Pérez Tirado, Rubén Picado, M. José de Blas und Enrique Delgado mit; für Akustik und Bühnentechnik zeichneten Vicente Mestre und José Luis Tamayo verantwortlich.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).