Kurzmeldung
Das Instituto Nacional de Estadística (INE) hat am 9. Oktober 2026 die vorläufigen Ergebnisse der experimentellen Statistik Coyuntura demográfica de empresas (CODEM) für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Demnach meldeten 9,5 Prozent der Unidades legales empleadoras Abgänge bis zum Ende des jeweils folgenden Quartals; die Quote der trabajadores autónomos lag bei 7,7 Prozent. Zudem bestanden zum Beginn des Jahres 2026 65,5 Prozent der aktiven Einheiten mit Beschäftigten seit mehr als fünf Jahren. Diese Angaben stammen aus der vom INE am 9. Oktober 2026 publizierten Pressemitteilung und den begleitenden methodischen Unterlagen.
Die CODEM ist als experimentelle Statistik konzipiert und basiert auf Register- und Verwaltungsdaten. Sie unterscheidet systematisch zwischen rechtlichen Einheiten mit Beschäftigten (Unidades legales empleadoras) und Selbstständigen (trabajadores autónomos) und liefert vierteljährliche Flussgrößen wie Registrierungen, Abgänge und Nettoveränderungen. Die ausgewiesenen Prozentsätze sind Quartalsraten für Abgänge im Folgezeitraum und dürfen nicht ohne Weiteres mit Bestandsgrößen für ein Kalenderjahr gleichgesetzt werden.
Das INE weist ausdrücklich auf den experimentellen Charakter der Statistik hin: Methodische Dokumentation und Datensätze erläutern Definitionen, Abgrenzungen und mögliche Quellen von Revisionen. Für belastbare Aussagen zu Ursachen und sektoralen Unterschieden empfehlen die Angaben ergänzende Analysen nach Wirtschaftszweigen und Regionen sowie die Gegenüberstellung mit Beschäftigungs- und Umsatzindikatoren. Erst im Zusammenspiel mit solchen Kontextdaten lassen sich etwa Beiträge von Konjunktur, Finanzierungskonditionen oder administrativen Belastungen an den beobachteten Fluktuationen plausibel beurteilen.
Für die wirtschaftspolitische Praxis liefern die CODEM-Indikatoren jedoch früh verfügbare Signale: Sie können zur Ausrichtung von Programmen für Neugründungen, Unternehmensnachfolge oder regionale Standortförderung dienen und sind für Arbeitsmarktakteure relevant, weil sie kurzfristige Veränderungen in der Arbeitgeberbasis sichtbar machen. Wegen des experimentellen Status sind spätere Revisionen für das erste Quartal 2026 möglich.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).