Das Instituto de Arquitectura de Euskadi öffnet am 6. Oktober seine neue Etage in Tabakalera in San Sebastián. Ab dem 7. Oktober ist dort die Ausstellung „Martín Domínguez. San Sebastián. Madrid. La Habana. New York“ für das Publikum zugänglich. Die Eröffnung fällt mit den European Collective Housing Days am 7. und 8. Oktober zusammen, einem Fachprogramm zur Zukunft des kollektiven Wohnens.
Die Schau würdigt das Werk und die Biografie von Martín Domínguez Esteban (San Sebastián, 1897 – New York, 1970). Seine Laufbahn, geprägt von zwei Exilen aus dem franquistischen Spanien und aus dem revolutionären Kuba, spannt sich über San Sebastián, Madrid, Havanna und den Bundesstaat New York. Gezeigt werden Modelle, Filmmaterial, originale Dokumente und Archivfotografien. Kuratiert wird die Ausstellung von Pablo Rabasco Pozuelo und Martín Domínguez Ruz.
Inhaltlich setzt die Präsentation bei jenen Bauaufgaben an, in denen Domínguez wiederholt Akzente setzte: Wohnungsbau, Schulbauten, öffentliche Einrichtungen sowie neue Freizeitbedürfnisse wie Kinos, Sport- und Tourismusbauten. Dabei wird seine konsequente Teamorientierung hervorgehoben. Exemplarisch stehen dafür das gemeinsam mit Carlos Arniches und Eduardo Torroja realisierte Hipódromo de La Zarzuela (1936) sowie in Havanna das Wohnhochhaus FOCSA (1956) und der Komplex Radiocentro CMQ (1947), die er mit Ernesto Gómez Sampera und Mercedes Díaz beziehungsweise mit Miguel Gastón und Emilio del Junco entwickelte.
Nach Angaben des Gobierno Vasco und des Instituts soll die neue Etage des Hauses neben Ausstellungsflächen auch Bildungsangebote und Archive bündeln. Bei der Vorstellung der Schau betonte Pablo García Astrain, Direktor für Wohnungswesen, Boden und Architektur der baskischen Regierung, den aufklärenden Anspruch des Hauses, das Werk eines in Fachkreisen anerkannten, in der breiteren Öffentlichkeit aber wenig bekannten Architekten näherzubringen. Der Direktor des Instituts, José Ángel Medina Murua, unterstrich den Beitrag zur Wiedergewinnung einer durch politische Brüche verdrängten Erinnerungskultur.
Die European Collective Housing Days in Tabakalera bringen Fachleute aus mehreren Ländern zusammen. Geplant ist dabei auch die Vergabe der zweiten Ausgabe des Europäischen Preises für kollektives Wohnen in San Sebastián. Die Eröffnung 6. Oktober 2026 und der öffentliche Start am 7. Oktober 2026 strukturieren den Auftakt des Programms in den neuen Räumen des Instituts.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).