Die Gemeinde Inca auf Mallorca hat am 1. November 2026 zwei Gedenksteine für Andreu París Martorell und Bernat Mateu Ferrer verlegt. Die beiden Gewerkschafter und Republikaner wurden im März 1937 von franquistischen Kräften ermordet; ihre sterblichen Überreste sind bis heute nicht gefunden. Mehrere Dutzend Angehörige, Nachbarn und Vertreter der Stadt nahmen an der Zeremonie teil.
„Danke für diesen Akt im Gedenken an meinen Vater und an meinen Onkel Andreu“, sagte Bernat, 93 Jahre alt, sichtlich bewegt. Er ist Sohn von Bernat Mateu Ferrer und Neffe von Andreu París Martorell. Nach Darstellung lokaler Berichte engagierte sich París, von Beruf Schuhmacher, als eine der prägenden Figuren der Arbeiterbewegung in Inca. Mateu Ferrer war linksrepublikanisch orientiert und der Bruder von Antoni Mateu, der in der Zweiten Republik als Bürgermeister von Inca amtierte. Beide Männer wurden im Juli 1936 festgenommen; die Tötungen datieren auf März 1937.
Die Gedenksteine gehören zum städtischen Programm Pedres de la memòria, mit dem Inca Namen von Opfern der Diktatur sichtbar im öffentlichen Raum verankert. Der Stadtrat hat das Vorhaben formell beschlossen und organisatorisch hinterlegt. Ziel der Reihe ist es, lokal belegte Biografien zu dokumentieren und den Betroffenen, deren Gräber vielfach unbekannt sind, einen namentlichen Ort des Erinnerns zu geben.
Die Würdigung in Inca reiht sich in eine breitere kommunale Aufarbeitung der Diktaturfolgen ein. Zu den Schwerpunkten zählen die Identifikation von Opfern, die Erschließung von Archiven und die Beteiligung von Familien. Nach der Verlegung der Steine erneuerten Angehörige und lokale Initiativen ihre Forderung, die Suche nach Hinweisen zu mutmaßlichen Verschleppungen und Erschießungsorten systematisch fortzuführen. Im Mittelpunkt stehen dabei Aktenbestände aus der Zeit des Militärputsches von 1936 und der nachfolgenden Repression.
Die Angaben zum Ablauf der Gedenkveranstaltung und zu den Biografien der beiden Männer sind durch aktuelle Lokalberichte belegt. Der rechtliche und organisatorische Rahmen des Gedenkprogramms geht aus Ratsunterlagen der Stadt Inca hervor. Nicht belegte Details, etwa konkrete Fundorte von Gräbern oder exakte Tathergänge, sind hier bewusst ausgespart. Im Ergebnis verleiht die Verlegung der beiden Steine den in Inca verübten Gewalttaten von 1937 einen sichtbaren Ort der Erinnerung und setzt die kommunale Arbeit an der historischen Aufklärung fort.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).