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Imbroda verlangt Ausbau der Startbahn in Melilla und modernere Anflugverfahren

Melillas Stadtpräsident Juan José Imbroda dringt auf eine Verlängerung der Start- und Landebahn sowie neue Anflugsysteme, um witterungsbedingte Flugausfälle am Flughafen Melilla zu verringern. Das Verkehrsministerium verweist auf Prüfungen im Rahmen des Regulierungsplans 2027–2031.

Der Präsident der Autonomen Stadt Melilla, Juan José Imbroda, hat am 21. September zu einem Ausbau des Flughafens Melilla aufgerufen. Er fordert eine Verlängerung der Start- und Landebahn sowie die Einführung modernerer Anflug- und Navigationssysteme, um die Vielzahl wetterbedingter Annullierungen zu reduzieren und die regelmäßige Anbindung an das spanische Festland zu sichern.

Imbroda begründet den Vorstoß mit wiederkehrenden Ausfällen bei niedriger Wolkenuntergrenze und schlechter Sicht. Konkrete technische Varianten nannte er nicht, betonte jedoch, dass ohne bauliche und verfahrenstechnische Verbesserungen die Verlässlichkeit der Verbindungen nach Málaga und Madrid leide. Kurzfristig sieht er optimierte Anflugverfahren und zusätzliche meteorologische Hilfen als mögliche Schritte, mittelfristig einen Ausbau der Infrastruktur.

Das nationale Ministerio de Transportes y Movilidad Sostenible verweist auf laufende Arbeiten an Verfahren und Ausrüstung. Grundlage ist der im Boletín Oficial del Estado veröffentlichte Documento de Regulación Aeroportuaria 2027–2031, der für betroffene Standorte Prüf- und Investitionsrahmen bei häufigen witterungsbedingten Betriebsstörungen setzt. Details zu Umfang und Zeitplan für Melilla wurden bislang nicht bekannt gegeben.

Die Flugsicherungsorganisation ENAIRE hat nach Angaben der Stadtverwaltung auf technische und räumliche Grenzen hingewiesen, die einzelne Lösungen erschweren könnten. Dazu zählen unter anderem die topographische Lage des Flughafens und die Nähe zur Stadt, die Spielräume für Ausbaumaßnahmen und Navigationshilfen einschränken. Eine abschließende Bewertung, welche Kombination aus Verfahrenstechnik und Infrastruktur den größten Effekt hätte, steht aus.

Hintergrund der Debatte sind anhaltende Einschränkungen am Flughafen Melilla, die immer wieder zu Umleitungen oder Annullierungen führen. Für die Stadt sind verlässliche Flugverbindungen nicht nur wirtschaftlich relevant, sondern auch für medizinische Transporte und Verwaltungswege. Entsprechend hoch ist der lokale Druck, kurzfristig die Betriebsstabilität zu erhöhen und zugleich die Weichen für einen belastbaren Ausbau zu stellen.

Politisch spiegelt der Vorstoß die Verzahnung lokaler Interessen mit nationalen Zuständigkeiten: Während Melilla auf Planungssicherheit drängt, liegen Genehmigung, technische Ausgestaltung und Finanzierung im Zusammenspiel zwischen dem Verkehrsministerium, der Flugsicherung und der Flughafenplanung. Ob der Ausbau der Start- und Landebahn als Großmaßnahme realisiert werden kann, hängt von der Machbarkeit und den Vorgaben des Regulierungszeitraums 2027–2031 ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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