Der Präsident der Generalitat de Catalunya, Salvador Illa, wird am Mittwoch und Donnerstag, 16. und 17. September 2026, zu einem zweitägigen Besuch nach Extremadura reisen. Nach Angaben des catalanischen Regierungssprechers ist in Mérida ein institutioneller Akt anlässlich der Diada vorgesehen; den Auftakt bildet ein Besuch in La Zarza (Provinz Badajoz) am Monumento al Emigrante. Damit rückt die Generalitat in diesem Jahr die historischen Verbindungen zwischen Extremadura und Katalonien in den Mittelpunkt ihrer Diada-Aktivitäten.
Als thematischer Leitfaden dient die Auswanderung vieler Extremaduranerinnen und Extremadurener nach Katalonien im 20. Jahrhundert. In La Zarza erinnert das Monumento al Emigrante, eine Bronzeskulptur des Künstlers Javier Guerrero González-Piñero, an diese Geschichte. In Mérida ist die Vorführung des Films El 47 über das Leben von Manolo Vital geplant, der als junger Mann aus Extremadura nach Barcelona zog, in Nou Barris die erste Nachbarschaftsvereinigung gründete und so zu einer prägenden Figur lokaler Bürgerinitiativen wurde. Im Anschluss an die Projektion soll der offizielle Akt stattfinden.
Die Generalitat begründet die Wahl von Extremadura mit „gemeinsam geteilten Bindungen“: In den Nachkriegsjahrzehnten fanden zehntausende Menschen aus dem Südwesten Spaniens Arbeit in den Industriebetrieben Kataloniens und prägten dort Stadtviertel, Vereine und Kultur. Mit den Veranstaltungen in La Zarza und Mérida soll diese Migrationsgeschichte gewürdigt und zugleich die heutige gesellschaftliche Verbundenheit hervorgehoben werden.
Aus Extremadura wurden positive Signale zur Ausrichtung des Programms bekannt. Nach übereinstimmenden Medienberichten koordiniert die Generalitat Details des Ablaufs mit den lokalen Behörden vor Ort. Offizielle Angaben zu Teilnehmerliste und Redebeiträgen standen am Sonntag noch aus; Änderungen im Protokoll sind bis zum Veranstaltungsbeginn möglich.
Die Diada, der Nationalfeiertag Kataloniens, wird traditionell am 11. September begangen. Institutionelle Formate, Ausstellungen und begleitende Kulturprogramme erstrecken sich jedoch regelmäßig über mehrere Tage. Die nun angekündigten Termine am 16. und 17. September in Extremadura sind Teil dieses erweiterten Rahmens. Nach derzeitigem Stand konzentrieren sich die Aktivitäten auf die Stationen La Zarza und Mérida; zusätzliche Programmpunkte in Katalonien laufen unabhängig davon.
Die Ankündigung stützt sich auf Mitteilungen des Govern und auf regionale sowie überregionale Berichte, die Daten, Orte und Schwerpunkte übereinstimmend nennen. Weitere Details zum Ablauf können kurzfristig veröffentlicht werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).