Ignacio Galán, Vorstandschef von Iberdrola, hat am Dienstag, 18. August 2026, die Werft Astilleros Ría de Vigo besucht. Dort entsteht für den britischen Betreiber Bibby Marine ein elektrisch angetriebenes Commissioning Service Operation Vessel (eCSOV) mit mehr als 24 MWh Batteriekapazität – nach Unternehmensangaben die größte Speicherausstattung dieser Art weltweit. Das Schiff ist für Betrieb und Inbetriebnahme von Offshore-Windparks ausgelegt und soll Emissionen im maritimen Service verringern.
Galán wurde von Vertretern der Werft sowie von Bibby Marine begleitet. An der Begehung nahmen auch Fachleute von Seaplace teil; das spanische Ingenieurunternehmen zeichnet für das Design des Neubaus verantwortlich. Mit dem Vorhaben wird ein technischer Knoten zwischen der galicischen Schiffbauindustrie in Vigo und der internationalen Offshore-Windbranche sichtbar.
Iberdrola betont, dass maritime Logistik und Servicefahrzeuge zentrale Elemente der Wertschöpfung bei Offshore-Wind seien. Das Unternehmen verweist auf laufende Aktivitäten in mehreren Märkten – darunter das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten, Deutschland und Frankreich. Nach Konzernangaben summieren sich die bisherigen Investitionen in diesem Segment auf rund 13.000 Millionen Euro bei einer installierten Leistung von etwa 3.200 Megawatt. Im Bau befinden sich demnach die Projekte East Anglia 2 und East Anglia 3 im Vereinigten Königreich sowie Windanker in Deutschland mit zusammen rund 2.700 Megawatt; diese Vorhaben sollen zusätzliche Investitionen in Milliardenhöhe auslösen. Zudem verfügt das Projekt East Anglia 1 North über die erforderlichen Genehmigungen.
Für die Industrie in Spanien ist der Bau des eCSOV ein Signal: Er generiert Aufträge für hochspezialisierte Komponenten – von Energiespeichern über elektrische Antriebssysteme bis zu maritimer Ausrüstung – und stärkt Know-how in emissionsarmen Technologien. Gleichzeitig ordnet sich das Projekt in die breitere Elektrifizierungsstrategie von Iberdrola ein, die auf Effizienzgewinne und geringere CO2-Intensität in der gesamten Lieferkette zielt. Für Betreiber wie Bibby Marine steht neben der Emissionsminderung die Betriebssicherheit im Fokus, etwa durch die Auslegung von Energie- und Antriebspaketen für den Einsatz in rauen Offshore-Bedingungen.
Konkrete Angaben zu Kosten und Auslieferungsterminen wurden im Umfeld des Besuchs nicht genannt. Klar ist hingegen der unmittelbare Anlass: der Baufortschritt an einem großskaligen, batteriegestützten Arbeitsschiff in Vigo, das die Rolle Spaniens als Standort für maritime Technologien der Energiewende unterstreicht.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).