Der spanische Staatssekretär für Umwelt, Hugo Morán, hat am 1. Oktober 2026 beim V Foro ReGenera von elDiario.es die Reparatur und Wiederverwendung von Produkten als Kern der economía circular hervorgehoben. „El zapatero y el técnico de la lavadora volverán a nuestras vidas“, sagte Morán und stellte klar, dass die Regierung keine „Vereinfachung“ von Vorschriften akzeptiere, die auf Deregulierung hinauslaufe: Das bedeute stets geringeren Umweltschutz.
Morán sprach im Namen des Ministerio para la Transición Ecológica y el Reto Demográfico (Miteco) und knüpfte seine Aussagen an die Linie der Regierung. Der Gobierno de España hatte am 27. Januar 2026 den II Plan de Acción de Economía Circular beschlossen, der Reparatur, Wiederverwendung und recyclinggerechtes Design als strategische Instrumente festschreibt. Ziel ist es, Materialkreisläufe zu schließen und die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu senken. Nach Angaben des Ministeriums sollen Förderprogramme Unternehmen dabei unterstützen, langlebigere und leichter reparierbare Produkte auf den Markt zu bringen.
Zugeschriebene Aussagen: Morán wies die These zurück, grüne Regulierung bremse die Wettbewerbsfähigkeit. Die europäische Gesellschaft sei nicht bereit, bei Umweltstandards zurückzuweichen, so der Staatssekretär. Zudem deutete er an, dass Verbraucherinnen und Verbraucher höhere Anschaffungspreise akzeptieren müssten, wenn Geräte dafür länger hielten und reparierbar seien.
Das Forum in Madrid diente dem Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über Instrumente der Kreislaufwirtschaft. elDiario.es verwies im Umfeld der Veranstaltung auf deutliche regionale Unterschiede beim Recycling in Spanien. Die Regierung setzt daher auf eine Kombination aus Regulierung und Förderung, um Reparaturdienstleistungen – von Werkstätten bis zu spezialisierten Betrieben – wirtschaftlich attraktiver zu machen. Damit verbunden sind Investitionen in Produktdesign, Ersatzteilverfügbarkeit und Rücknahmesysteme.
Interessen und Folgen: Für Hersteller mit linearen Geschäftsmodellen zeichnet sich Anpassungsdruck ab, etwa durch Vorgaben zur Reparierbarkeit und Gewährleistung von Ersatzteilen. Kommunen und lokale Dienstleister könnten hingegen von zusätzlichen Arbeitsplätzen und Wertschöpfung profitieren, wenn Reparatur und Wiederverwendung skalieren. Wie stark diese Effekte ausfallen, hängt von der konkreten Ausgestaltung kommender Verordnungen, Förderlinien und Marktanreizen ab.
Fakten und Prognosen sind zu trennen: Die Zitate Moráns und der Beschluss des II Plan de Acción de Economía Circular sind belegt. Offene Punkte betreffen die Umsetzungstiefe, die Reaktion der Industrie und die Preisentwicklung für Verbraucherinnen und Verbraucher. Darüber wird die Politik in den kommenden Monaten weitere Entscheidungen treffen.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).