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Guardia Civil nimmt mutmaßlichen Brandstifter von Tuéjar fest

In Tuéjar (Provinz Valencia) ist ein 66-jähriger Spanier als mutmaßlicher Verursacher des Waldbrands vom 15. September festgenommen worden. Das Feuer zerstörte rund 850 Hektar, etwa 20 Menschen wurden evakuiert, drei Einsatzkräfte verletzt.

Die Guardia Civil hat am 1. Oktober 2026 in Tuéjar (Provinz Valencia) einen 66-jährigen Spanier als mutmaßlichen Verursacher des dortigen Waldbrands festgenommen. Nach Angaben der Ermittler begann das Feuer am 15. September gegen 15.30 Uhr im Bereich des Barrancos am Río Tuéjar, in der Zone La Cueva de la Paloma. Der Brand sei mittels offener Flamme entfacht worden.

Der Einsatz der Rettungskräfte war groß angelegt. Insgesamt waren 14 Löschhubschrauber und -flugzeuge sowie zahlreiche Bodenteams im Einsatz. Die Flammen erreichten einen Perimeter von rund 20 Kilometern. Straßen wurden zeitweise gesperrt, darunter die Verbindungsstraße CV-390 zwischen Tuéjar und Utiel. Während der Evakuierungen mussten etwa 20 Menschen aus verstreut liegenden Wohnplätzen in Sicherheit gebracht werden. Nach offiziellen Angaben wurden drei Einsatzkräfte – darunter Brigadisten und Feuerwehrleute – verletzt.

Die Einsatzleitung meldete am 18. September die Stabilisierung des Feuers, am 21. September die Kontrolle und am 22. September die vollständige Löschung. Insgesamt verbrannten etwa 850 Hektar geschützten Wald- und Buschlands.

Mit der Ermittlung der Brandursache und der möglichen Verantwortlichkeit ist das Servicio de Protección de la Naturaleza (SEPRONA) der Guardia Civil befasst. Die Spezialisten arbeiteten nach eigener Darstellung mit den Umwelteinheiten der Generalitat Valenciana zusammen, um Brandmuster und Spuren zu sichern. Zu Belastungsindizien, Motivlage oder weiteren Verdachtsmomenten machten die Behörden zunächst keine detaillierten Angaben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Festnahme folgt auf knapp zwei Wochen kriminaltechnischer Untersuchungen am mutmaßlichen Entstehungsort sowie in angrenzenden Geländebereichen. Parallel wurden betroffene Anwohnerinnen und Anwohner, Einsatzkräfte und Beobachter befragt. Die Justiz entscheidet nun über weitere Maßnahmen, darunter eine mögliche Vorführung vor den Ermittlungsrichter und die Einstufung der Tat. Bei einer Verurteilung wegen vorsätzlicher Brandstiftung in Waldgebieten drohen in Spanien mehrjährige Freiheitsstrafen sowie zivilrechtliche Forderungen für Umweltschäden und Einsatzkosten.

Aus der Regionalverwaltung heißt es, dass die Schadensaufnahme in den betroffenen Waldflächen läuft. Eine Priorität sei, Bodenerosion zu verhindern und Lebensräume wiederherzustellen. Über weitergehende Aufforstungs- und Präventionsmaßnahmen will die Generalitat Valenciana nach Vorliegen der Gutachten entscheiden.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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