Galicien

Großeinsatz gegen Drogenhandel an der Costa da Morte: Mehr als 1,6 Tonnen Kokain sichergestellt, 26 Festnahmen

Policía Nacional, Guardia Civil und der Zollfahndungsdienst stoppten in Muxía ein Netzwerk, das Kokain per Hochgeschwindigkeitsbooten an abgelegenen Stränden anlandete. Die Audiencia Nacional führt die Ermittlungen.

Spanische Sicherheitsbehörden haben an der galicischen Costa da Morte mehr als 1,6 Tonnen Kokain sichergestellt und 26 Verdächtige festgenommen. Die koordinierte Operation von Policía Nacional, Guardia Civil und dem Zollfahndungsdienst Servicio de Vigilancia Aduanera richtete sich gegen ein in Muxía (Provinz A Coruña) verankertes Netzwerk, das große Drogenmengen über See nach Spanien brachte. Die strafrechtlichen Ermittlungen führt die Audiencia Nacional.

Der Einsatz geht auf Erkenntnisse zurück, die seit Anfang 2025 gesammelt wurden. Auslöser war der Fund eines semisubmersiblen Gefährts am Strand von Os Muiños in Muxía. Nach Angaben der Ermittler nutzte die Gruppe die zerklüftete Küstenlinie der Costa da Morte, um unbeobachtete Anlandungen zu ermöglichen. Für den Transport vom Übergabepunkt auf hoher See bis an Land setzten die Täter Embarcaciones de Alta Velocidad (schnelle Hochgeschwindigkeitsboote) ein und wählten abgelegene Buchten ohne direkte Zufahrten, um Kontrollen zu entgehen.

Die jetzt festgenommenen 26 Personen sollen einer arbeitsteilig organisierten Struktur angehört haben, die auf das Einschleusen großer Kokainladungen in die Iberische Halbinsel spezialisiert war. Nach Angaben aus den Ermittlungen befindet sich unter den Festgenommenen auch ein Angehöriger der Guardia Civil. Die Ermittler führen die Beschlagnahme von mehr als 1,6 Tonnen Kokain auf eine längerfristige Beobachtung des Modus Operandi zurück, die den koordinierten Zugriff mehrerer Dienststellen ermöglicht habe.

Die Aktion reiht sich in eine Serie maritimer Erfolge der spanischen Strafverfolgung ein. Galiciens Küste gilt wegen ihrer Topographie und der Nähe zu atlantischen Routen seit Jahren als Einfallstor für den Kokainschmuggel. Sicherheitsbehörden verzeichnen zunehmend den Einsatz semisubmersibler Fahrzeuge und schneller Beiboote, um größere Ladungen unauffällig an Land zu bringen. Das Zusammenwirken von Policía Nacional, Guardia Civil und dem Servicio de Vigilancia Aduanera zielt darauf, die Übergabepunkte auf See und die logistischen Ketten an Land zugleich zu stören.

Staatsanwaltschaft und Audiencia Nacional prüfen die sichergestellten Beweise und die Rollen der Beschuldigten. Interne Untersuchungen klären gesondert mögliche Verstrickungen staatlicher Bediensteter. Weitere richterliche Maßnahmen, etwa Untersuchungshaft und Vermögensarreste, sind möglich. Angaben zu konkreten Anklagepunkten und zur kriminaltechnischen Auswertung der sichergestellten Drogen und Kommunikationsmittel lagen bis Redaktionsschluss nicht vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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