Wirtschaft

Gregorio Jiménez übernimmt 51 Prozent an Burger-King-Betreiber in Spanien

Der Gründer von Restaurant Brands Europe kauft mit Investoren die Cinven-Beteiligung und kontrolliert nun 51 Prozent. Der rund 2,3 Milliarden Euro schwere Deal gilt als größte Transaktion der spanischen Gastronomie.

Gregorio Jiménez, Gründer und geschäftsführender Vorsitzender von Restaurant Brands Europe (RBE), hat zusammen mit einem Investorenkonsortium die von Cinven gehaltene Beteiligung an RBE übernommen und kontrolliert damit 51 Prozent des Unternehmens. RBE ist der Master-Franchisenehmer von Burger King in Spanien sowie weiteren südeuropäischen Märkten. Der Kaufpreis wird mit rund 2,3 Milliarden Euro angegeben. Das Unternehmen und beteiligte Parteien bestätigten die Vereinbarung am 6. November 2026. Branchenweit wird sie als bislang größte Transaktion in der spanischen Gastronomie bewertet.

Die Finanzierung erfolgt über ein Kreditpaket von 1,4 Milliarden Euro. Das Syndikat stellen Santander CIB, JPMorgan und BBVA. Santander CIB und JPMorgan traten zugleich als Finanzberater des Käuferkonsortiums auf, die rechtliche Beratung übernahm A&O Shearman. Restaurant Brands International, die weltweite Markenholding, unterstützt die neue Eigentümerstruktur nach übereinstimmenden Angaben der Beteiligten.

Zur Käuferseite gehören neben Jiménez der Lebensmittelkonzern Grupo Costa, Point Break Capital Management sowie private Investoren, darunter Santiago Jiménez und Fernando Núñez, der Grupo Ibérica vertritt. Details zu den Minderheitsanteilen und Governance-Regelungen wurden nicht vollständig veröffentlicht.

RBE hat in den vergangenen Jahren stark expandiert. Nach Unternehmensangaben wurden die Umsätze seit 2017 deutlich gesteigert; in der Berichterstattung werden für 2025 Erlöse von 1,541 Milliarden Euro genannt, nach 282 Millionen Euro im Jahr 2017. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg im selben Zeitraum von 52 auf 245 Millionen Euro. Diese Entwicklung bildet den finanziellen Hintergrund der Übernahme und spiegelt die beschleunigte Expansion der Marke Burger King in Spanien wider.

Für Beschäftigte, Franchisepartner und Lieferanten bedeutet der Eigentümerwechsel zunächst Kontinuität: Jiménez führt das Unternehmen weiter und bekräftigt die bisherige Strategie. Zugleich erhöht die hohe Fremdfinanzierung die Bedeutung künftiger Refinanzierungen und macht Investitionsentscheidungen sensibel für Zins- und Liquiditätsbedingungen. Konkrete Aussagen zu Personal, Investitionen oder Preisen liegen bislang nicht vor und hängen von den Vereinbarungen der neuen Gesellschafter ab.

Die Transaktion folgt auf einen länger vorbereiteten Verkaufsprozess von Cinven. Mit dem nun vereinbarten Mehrheitswechsel festigt Jiménez seinen Einfluss auf die weitere Expansion des Systems in Spanien. Beobachter sehen darin ein Signal für anhaltendes Interesse internationaler Finanzierer am spanischen Außer-Haus-Markt, zugleich aber auch für striktere Anforderungen der Kreditgeber an Cashflows und Margen in einem von Kosteninflation und Wettbewerbsdruck geprägten Umfeld.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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