Andalusien

Granada stuft nach Erdbebenserie auf Fase 1 hoch – Verletzte und Evakuierungen

Nach mehreren Erschütterungen um 10.38 Uhr mit Epizentrum in Gójar hat Granada den Notfallplan auf Fase 1 hochgestuft. Drei Leichtverletzte, sieben Straßen gesperrt, 600 Menschen in Las Gabias vorsorglich evakuiert.

Am 18. August 2026 hat eine Serie von Erdbeben die Provinz Granada erschüttert. Das Instituto Geográfico Nacional registrierte um 10.38 Uhr Ortszeit ein Hauptbeben mit Epizentrum bei Gójar; die Magnitude wurde im Tagesverlauf je nach Auswertung zwischen 4,6 und 4,8 angegeben. Binnen kurzer Zeit folgten mehrere spürbare Nachbeben, insgesamt wurden vier Erschütterungen mit einer Magnitude von 4,0 oder höher gemeldet.

Die Stadtverwaltung von Granada hob daraufhin den kommunalen Notfallplan auf die operative Stufe Fase 1 an. Nach Angaben der Behörden gab es drei Leichtverletzte, eine Person wurde zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Neun Schadensfälle von Bedeutung wurden erfasst; in der Innenstadt und angrenzenden Vierteln sperrte die Polizei sieben Straßen wegen herabgestürzter Fassadenteile und loser Bauelemente. In Las Gabias wurden vorsorglich 600 Bewohnerinnen und Bewohner aus 371 Wohnungen in sichere Bereiche gebracht. Die Junta de Andalucía koordinierte die Einsatzkräfte und technische Prüfungen.

Bürgermeisterin Marifrán Carazo begründete die Höherstufung mit der Vielzahl der Meldungen zu Bauschäden und der Notwendigkeit, Ressourcen gebündelt einzusetzen. Öffentliche Einrichtungen reduzierten zeitweise ihren Betrieb; die Alhambra blieb aus Vorsicht phasenweise für Besucher geschlossen, ebenso Teile des Rathauses und der Veranstaltungsbetrieb im Palacio de Congresos. Statikprüfungen an betroffenen Gebäuden laufen, Bereiche mit Absperrungen bleiben vorerst unzugänglich.

Fachleute des Instituto Andaluz de Geofísica ordnen das Geschehen als zusammenhängende seismische Serie in der tektonisch aktiven Ebene der Vega de Granada ein. Kurzfristige Vorhersagen weiterer Beben seien nicht möglich; das Messnetz werde engmaschig ausgewertet und durch Ortsbegehungen ergänzt. Als Hintergrund gilt ein in der Nacht zum 15. August registriertes Ereignis ähnlicher Stärke mit Epizentrum bei Alhendín, das die aktuelle Serie in der Region eingerahmt hat.

Die festgestellten Magnituden, die Epizentren, die Zahl der Verletzten und Evakuierungen sowie die kommunalen Maßnahmen beruhen auf Mitteilungen der zuständigen Stellen vom 18. August 2026. Einschätzungen zu Ursachen und möglicher Fortsetzung der Aktivität stammen von den befassten seismologischen Institutionen. Die Behörden rieten der Bevölkerung, Absperrungen strikt zu beachten und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen, während die Gebäudekontrollen und Sicherungsarbeiten fortgesetzt werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen