Am 19. September 2026 haben Anwohner in Gijón erneut formelle Beschwerden über Straßenbäume vorgebracht, deren Äste bis an die Fassaden reichen und Fenster verdunkeln. Betroffen ist unter anderem die Avenida José Manuel Palacio Álvarez. Ein Bewohner, Ginés Sancho, berichtet, dass Zweige nur wenige Zentimeter von seinen Fenstern entfernt seien und er in der Küche das Licht den ganzen Tag eingeschaltet lassen müsse. Die Nachbarschaft habe über die Hausverwaltung bereits mehrere Eingaben an die Stadt veranlasst.
Die Stadtverwaltung von Gijón teilt auf Anfrage mit, dass der kommunale Dienst für Parks und Gärten, der bei der städtischen Gesellschaft EMULSA angesiedelt ist, die Pflege so auslegt, dass Arten erhalten und Eingriffe auf das notwendige Maß begrenzt werden. Beschwerden würden geprüft; vorrangig seien Verkehrssicherheit, Gebäudeschutz und der Gesundheitszustand der Bäume. Über konkrete Maßnahmen an der genannten Straße liege derzeit keine Entscheidung vor, heißt es aus dem Rathaus. Aussagen zu Fällungen oder umfassenden Rückschnitten seien ohne technische Begutachtung nicht angezeigt.
Der geschilderte Konflikt ist typisch für dicht bebaute Stadtbereiche: Bäume, die nahe an Fassaden stehen, spenden Schatten und kühlen Straßenräume, können aber bei mangelndem Abstand Licht in Wohnungen reduzieren, Markisen und Jalousien berühren oder Putz und Leitungen gefährden. Zugleich gelten ausgewachsene Straßenbäume als wichtiger Teil der städtischen Anpassung an Hitzeperioden und Starkregen, was in vielen Kommunen zu einer zurückhaltenderen Schnittpraxis geführt hat.
Nach städtischer Praxis entscheidet ein technischer Bericht über Art und Zeitpunkt von Eingriffen. Möglich sind etwa das Auslichten der Krone, die Entfernung einzelner Äste oder, bei nachgewiesener Gefahr, stärkere Rückschnitte. Fällungen kommen nur in Betracht, wenn Standsicherheit oder Gesundheit eines Baums dies erfordern oder wenn wiederholte Schäden an Gebäuden nicht anders vermeidbar sind. In allen Fällen ist die Stadtverwaltung zuständig, sofern es sich um öffentlichen Baumbestand handelt.
Die Anwohner fordern kurzfristige Maßnahmen, die Fenster und Fassaden freihalten, und einen klaren Zeitplan für die Pflege entlang der Avenida José Manuel Palacio Álvarez. Das Ayuntamiento de Gijón verweist darauf, dass Meldungen gebündelt und nach Dringlichkeit abgearbeitet werden. Zusagen für konkrete Termine am genannten Abschnitt lagen bis Redaktionsschluss nicht vor. Aussagen der Betroffenen geben deren Sicht wieder; die Position der Stadt stützt sich auf ihre generellen Pflegegrundsätze und die angekündigte Einzelfallprüfung.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).