Wirtschaft

Gewerkschaften melden Generalstreik für den 11. November an

Spaniens Mehrheits- und mehrere Minderheitsgewerkschaften haben am 19. Oktober in Madrid gemeinsam mit dem Sindicato de Inquilinas einen 24-stündigen Generalstreik für den 11. November 2026 registriert – mit Fokus auf Wohnen und Löhne.

Spaniens große Gewerkschaften Comisiones Obreras (CCOO) und Unión General de Trabajadores (UGT) haben am 19. Oktober 2026 in Madrid zusammen mit dem Sindicato de Inquilinas und mehreren kleineren Verbänden beim Ministerio de Trabajo y Economía Social einen 24-stündigen Generalstreik für den 11. November 2026 registriert. Der Aufruf richtet sich nach Angaben der Organisatoren gegen die verschärfte Wohnungskrise und für höhere Löhne.

„Esta es una huelga de la gente“, sagte Valeria Racu, Sprecherin des Sindicato de Inquilinas in Madrid, bei der gemeinsamen Vorstellung der Anmeldung. Neben CCOO und UGT unterstützen landesweit agierende Minderheitsgewerkschaften wie CGT, CNT, Unión de Actores y Actrices, CO.BAS, Solidaridad Obrera und Intersindical den Schritt. Auch regionale Verbände wie ELA und LAB im Baskenland sowie die galicische CIG stellten sich hinter den Aufruf.

Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach wirksamer Begrenzung steigender Mietpreise, Schutz vor Zwangsräumungen, einer strengeren Regulierung großer Investmentakteure am Wohnungsmarkt sowie Lohnerhöhungen, die mit den Haushaltskosten Schritt halten. CCOO und UGT betonen zudem die Bekämpfung unbezahlter oder rechtswidriger Überstunden und verweisen auf hohe Unternehmensmargen im aktuellen Umfeld.

Die Registrierung der Arbeitsniederlegung ist der formale Schritt, mit dem die Initiatoren ihre Absicht öffentlich machen und den Rahmen für Mindestdienste und Dienstpläne der betroffenen Bereiche eröffnen. Die Maßnahmen zu Mindestdiensten werden in Spanien üblicherweise von den zuständigen Behörden festgelegt. Über Gespräche zwischen Regierung und Gewerkschaften speziell zu dieser Anmeldung wurde am Montag nichts Verbindliches bekanntgegeben.

Die Initiatoren ordnen die Mobilisierung als „offensiv“ ein – reagierend auf anhaltenden Druck auf Mieten und Realeinkommen. Ob die Aktion am 11. November große Teile des öffentlichen Dienstes, des Handels und der Industrie erfasst, hängt von der Beteiligung in den Betrieben ab und ist vorab nicht belastbar zu beziffern. Klar ist, dass ein breit getragenes Signal den politischen Druck erhöhen könnte, kurzfristige Entlastungen am Wohnungsmarkt und verbindliche Lohnpfade im Rahmen der Tarifrunden zu verhandeln.

Die Angaben stützen sich auf die am 19. Oktober in Madrid erfolgte Registrierung sowie auf Erklärungen der beteiligten Gewerkschaften und begleitende nationale Berichte.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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