Extremadura

Gewerkschaften drängen in Mérida auf Termin für Lohnangleichung im Landesdienst

CSIF, UGT und CCOO haben am 1. Oktober in Mérida vor der Junta de Extremadura demonstriert. Sie fordern von Ressortchefin Elena Manzano ein konkretes Datum und eine Vorlage für Verhandlungen zur Lohnangleichung.

CSIF, UGT und CCOO haben am 1. Oktober 2026 vor dem Sitz der Junta de Extremadura in Mérida demonstriert. Die drei Gewerkschaften verlangen von der Regionalregierung einen konkreten Termin und einen ausformulierten Vorschlag für Verhandlungen über die Lohnangleichung (equiparación salarial) der Beschäftigten in der Allgemeinverwaltung und im Servicio Extremeño de Salud. Nach Angaben der Organisatoren ist die Kundgebung Teil eines bereits angekündigten Mobilisierungsplans.

Die zuständige Ministerin für Finanzen und öffentliche Verwaltung, Elena Manzano, hatte zuvor Gesprächsbereitschaft signalisiert. Nach einem Treffen am 21. September verwies die Junta darauf, die Frage in den zuständigen Gremien weiter zu bearbeiten. In späteren Erklärungen betonte Manzano, dass mögliche Schritte von den verfügbaren Haushaltsmitteln abhingen. Konkrete finanzielle Angebote oder eine datierte Verhandlungsrunde lagen den Gewerkschaften bis zur Kundgebung jedoch nicht vor.

Die Verbände begründen ihre Forderung mit aus ihrer Sicht bestehenden Gehaltsunterschieden zwischen Berufsgruppen in der regionalen Verwaltung sowie im Gesundheitswesen. Ziel sei eine schrittweise Angleichung an Vergleichsmaßstäbe anderer Verwaltungen. Die Regierung in Extremadura verweist demgegenüber auf die Notwendigkeit, tarif- und haushaltsrechtliche Grenzen einzuhalten und Maßnahmen in den Budgetprozess einzubetten.

Die Interessenlage ist klar umrissen: Für die Beschäftigten geht es um planbare Einkommensperspektiven und die Bewertung gleichwertiger Tätigkeiten. Für die Regionalregierung stellt sich die Aufgabe, Zusagen mit der fiskalischen Lage zu vereinbaren. Gelingt eine Einigung auf Etappen und Kriterien, könnte dies die Auseinandersetzung entschärfen. Bleiben die Gespräche ergebnislos, halten die Gewerkschaften weitere Aktionen bis hin zu Arbeitsniederlegungen für möglich, was die öffentliche Daseinsvorsorge in Extremadura treffen könnte.

Zitate und Positionen sind klar zuzuordnen: Die Hinweise auf offene Verhandlungen und Haushaltsgrenzen stammen von der Junta de Extremadura und Ministerin Manzano. Forderungen nach einem verbindlichen Fahrplan sowie die Ankündigung weiterer Proteste gehen auf Erklärungen von CSIF, UGT und CCOO zurück. Ob und wann eine erste Verhandlungsrunde mit einem konkreten Vorschlag der Regierung anberaumt wird, blieb am Tag der Demonstration offen. Beide Seiten kündigten an, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk