Die Dirección General de Hemodonación y Hemoterapia des Servicio Canario de la Salud hat am 9. September 2026 die Bevölkerung der Kanarischen Inseln dringend zur Blutspende aufgerufen. Nach Angaben der Behörde sind die Bestände an Hämokomponenten gesunken; Spenden aller Blutgruppen werden benötigt, besonders der Gruppen O+, O-, A+ und A-. Zur Information und Terminabstimmung verweist die Direktion auf die kostenlose Rufnummer 900 234 061.
Der Aufruf wird über soziale Medien und per SMS an registrierte Spenderinnen und Spender verstärkt. Ziel ist es, die kurzfristig kritischen Reserven zu stabilisieren, damit planbare Eingriffe und Notfallversorgung ohne Einschränkungen stattfinden können. Die Mitteilung enthält keine Prognose zur Dauer des Engpasses.
Genannt werden feste Entnahmestellen auf allen großen Inseln. In Teneriffa sind dies unter anderem Santa Cruz de Tenerife (Méndez Núñez), das Centro de Salud de San Isidro in Granadilla de Abona sowie das Hospital Universitario de Canarias. Auf Gran Canaria steht die Zentrale in der Straße Alfonso XIII in Las Palmas de Gran Canaria zur Verfügung; weitere Punkte sind unter anderem das Hospital Insular, das Hospital Materno Infantil und das Hospital Universitario de Gran Canaria Dr. Negrín. Auf Fuerteventura ist der Punkt im Hospital General de Fuerteventura in Betrieb, auf Lanzarote das Hospital Universitario Doctor José Molina Orosa. Auf La Palma, La Gomera und El Hierro bleiben die jeweiligen Krankenhäuser mit Blutspendestellen geöffnet, darunter das Hospital Universitario General de La Palma.
Hintergrund: Blutbanken unterliegen Schwankungen durch Ferienzeiten, planbare Operationen und besondere Ereignisse. Bereits im Frühjahr und Sommer 2026 kam es auf den Kanarischen Inseln zu Appellen, die Vorräte zu stabilisieren. Die aktuellen Angaben der Regionalbehörde belegen nun einen erneuten Bedarf, der alle gängigen Blutgruppen betrifft, mit Schwerpunkt auf den Universalspender- und stark nachgefragten Gruppen.
Wer spenden möchte, muss grundlegende Voraussetzungen erfüllen: ein Alter zwischen 18 und 65 Jahren, ein Körpergewicht von über 50 Kilogramm, guter allgemeiner Gesundheitszustand und keine Schwangerschaft. Erstspenderinnen und Erstspender können je nach Vorgabe bis zum Alter von 60 Jahren zugelassen sein. Die Direktion empfiehlt, bei Unsicherheiten im Vorfeld telefonisch Rücksprache zu halten. Mobile Teams und feste Punkte sollen die Erreichbarkeit in allen Inselgebieten sicherstellen.
Die kanarische Gesundheitsverwaltung betont, dass jede einzelne Spende die Versorgungslage unmittelbar verbessert. Entscheidend sei, die Vorräte in den kommenden Tagen wieder auf das notwendige Niveau zu heben, um alle Transfusionsbedarfe zuverlässig abdecken zu können.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).