Aktuell

Geroa Bai setzt in Navarra auf Socialverdes: Azcona führt Liste für den 29. November

Die Koalition Geroa Bai hat in Navarra ihre Kandidaten für die Parlamentswahl am 29. November vorgestellt: Pablo Azcona führt die Liste zum Congreso an, Mayte Espinosa die zum Senado. Der PNV rückt auf Platz…

Geroa Bai hat am 23. Oktober in Navarra ihre Listen für die spanischen Parlamentswahlen am 29. November vorgestellt und die Führung an Geroa Socialverdes übergeben. Pablo Azcona, Sprecher der Koalition im Parlament von Navarra, kandidiert als Nummer eins für den Congreso. Für den Senado führt Mayte Espinosa die Liste an. Der bis zuletzt einflussreiche Partner PNV wird in beiden Kammern erst auf dem dritten Platz geführt.

Die Koalition begründet die Entscheidung mit dem Ziel, eine eigenständige, progressive Stimme aus Navarra in Madrid zu sichern. Geroa Bai spricht von einer „progressiven“ Vertretung in den Cortes Generales und betont die Verteidigung der navarresischen Interessen auf nationaler Ebene. Die Neuaufstellung folgt auf gescheiterte Gespräche mit anderen linken Kräften in Navarra über eine gemeinsame Kandidatur. Nach Angaben aus Parteikreisen und übereinstimmenden Medienberichten verhinderten Differenzen über Personalfragen und die strategische Ausrichtung eine Einigung.

Für die Kongressliste wurden neben Azcona auch María Basarte, Javier Ollo, Aitana Duque und Alfredo Agós benannt. Innerhalb der Koalition markiert die Besetzung einen sichtbaren Zugewinn für Geroa Socialverdes, die von der ehemaligen Regionalpräsidentin Uxue Barkos gegründet wurden. 2023 hatte in der Koalition der PNV eine führende Rolle bei der Kongressliste gespielt; nun tritt er hinter die Socialverdes zurück.

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zwischen den Parteien, die die Regionalregierung von Präsidentin María Chivite stützen. Der PSN verfolgt eigene Pläne für den 29. November. Geroa Bai signalisiert zugleich Gesprächsbereitschaft für den Senado, hält sich aber konkrete Optionen offen. Offizielle Stellungnahmen der Koalition stellen dabei die Kontinuität der Zusammenarbeit in der Regionalpolitik nicht grundsätzlich infrage, verweisen jedoch auf die Notwendigkeit, die eigene Präsenz in Madrid abzusichern.

Faktisch fest steht die Nominierung von Pablo Azcona und Mayte Espinosa sowie die Reihung der weiteren Kandidaten für den Congreso. Zuschreibungen zu Motiven und Bewertungen möglicher Folgen stammen aus Erklärungen von Geroa Bai und Berichten regionaler Medien. Politisch dürfte die Verschiebung innerhalb der Listen das Kräfteverhältnis in der Koalition neu justieren und den Wettbewerb im linken Lager Navarras schärfen. Ob daraus neue Absprachen für den Senado entstehen, ist offen und hängt von weiteren Gesprächen in den kommenden Tagen ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk