Navarra

Geroa Bai drängt auf rasche Vollfinanzierung des Plan Foral de Regadíos in Navarra

Geroa Bai hat im Parlamento de Navarra eine Motion eingereicht, die den Gobierno de Navarra zu einer zügigen und ausreichenden Finanzierung des Plan Foral de Regadíos verpflichtet und Modelle wie den „peaje en la…

Kern: Geroa Bai hat am 12. August 2026 im Parlamento de Navarra eine Motion registriert, die den Gobierno de Navarra auffordert, die „financiación suficiente“ für den Plan Foral de Regadíos sicherzustellen und die vorgesehenen Investitionen „in kürzestmöglicher Frist“ umzusetzen. Die Partei plädiert für eine Mischung aus Eigenmitteln des Landes, EU-Fonds und Bankfinanzierungen und schließt ausdrücklich eine Wiederaufnahme von Modellen wie dem „peaje en la sombra“ aus.

Belegte Angaben: Laut der Motion betrifft der Investitionsbedarf rund 54.000 Hektar, die über den Canal de Navarra, den Canal de Bardenas und traditionelle Bewässerungsflächen bewirtschaftet werden. Der Finanzierungsbedarf wird mit „mehr als 900 Millionen Euro“ beziffert. Geroa Bai begründet die Beschleunigung mit der Notwendigkeit effizienter, energiearmer Bewässerungssysteme angesichts zunehmender Trockenperioden und geringerer Niederschläge.

Hintergrund: Der Gobierno de Navarra stellte am 13. Februar 2025 eine aktualisierte Fassung des Plan Foral de Regadíos vor. Das Programm sieht eine Modernisierung von etwa 55.470 Hektar in Etappen bis 2042 vor. Bereits 2024 und 2025 wurden erste Maßnahmen angestoßen; die Exekutive kündigte im Februar 2025 an, das entsprechende Dekret im Herbst 2025 zu verabschieden. Unabhängig davon liefen und laufen Einzelprojekte zur Verbesserung der Effizienz und Infrastruktur der Bewässerung.

Status der Finanzierung: Die Regionalregierung verweist in ihren bisherigen Darstellungen auf eine Mischfinanzierung aus dem Landeshaushalt, EU-Kofinanzierung und Beiträgen der Bewässerungsverbände. Konkrete, über die laufenden Programme hinausgehende Zuweisungen zur nun von Geroa Bai geforderten Beschleunigung waren zum Zeitpunkt der Einbringung der Motion nicht als konsolidierte Beschlusslage veröffentlicht. Mit einer Annahme der Motion wäre der Gobierno de Navarra gehalten, Zeitpläne und haushaltstechnische Instrumente für die weitere Umsetzung zu präzisieren.

Einordnung und Trennung: Faktisch gesichert sind die Einbringung der Motion am 12. August 2026, die Zielsetzung des Plan Foral de Regadíos und die im Regierungsdokument genannte Modernisierungsgröße von rund 55.470 Hektar. Die Flächen- und Kostenschätzungen der Motion (rund 54.000 Hektar, mehr als 900 Millionen Euro), die Ablehnung des „peaje en la sombra“ sowie die Betonung von Klima- und Energieaspekten sind politische Positionen von Geroa Bai. Ob, in welchem Umfang und mit welcher Priorität Mittel zusätzlich bereitgestellt werden, hängt von der parlamentarischen Beratung und den nachfolgenden Haushaltsentscheidungen ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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