Kastilien-La Mancha

García-Page: Todeszahl nach Zugunglück bei Urda steigt auf 69

Nach einer Lagebesprechung in Toledo hat Emiliano García-Page die Zahl der Toten auf 69 erhöht. Pedro Sánchez sagte Aufklärung und Prüfungen der Bahnsicherheit zu.

Nach dem schweren Zugunglück nahe Urda in der Provinz Toledo ist die Zahl der Toten auf 69 gestiegen. Das teilte Emiliano García-Page, Präsident der Regionalregierung von Castilla-La Mancha, am Morgen des 29. Oktober nach einer Sitzung des Centro de Coordinación Operativa Integrada in Toledo mit. Ministerpräsident Pedro Sánchez nahm an der Lagebesprechung teil und kündigte umfassende Aufklärung an.

García-Page bezifferte die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Verletzten auf 110. Davon seien 60 inzwischen wieder entlassen, 50 würden weiter stationär behandelt – in „unterschiedlichen Graden der Besorgnis“. Unter den 15 Schwerverletzten im sogenannten „Código rojo“ gebe es bei vier Personen eine positive Entwicklung, sagte der Regionalpräsident.

Das Unglück hatte sich am 28. Oktober zwischen Los Yébenes und der Station Urda ereignet. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen waren Züge von Renfe und Iryo involviert. Beide Betreiber stellten kurzfristig Informationen für Angehörige bereit. Vor Ort waren neben den zivilen Rettungsdiensten auch die Unidad Militar de Emergencias und Einsatzkräfte der Guardia Civil im Einsatz. Die Behörden meldeten eine breit abgestimmte Hilfeleistung mit zahlreichen Teams und Spezialmitteln.

Die Zentralregierung sagte eine lückenlose Untersuchung zu. Das Verkehrsministerium leitete noch am Abend Ermittlungen ein; technische Analysen zur Ursache der Kollision laufen. Forensische Einheiten arbeiten an der Identifizierung der Opfer. Sánchez stellte darüber hinaus eine Überprüfung und, falls nötig, Verstärkung der Sicherheitsverfahren im Hochgeschwindigkeitsverkehr in Aussicht. Konkrete Schlussfolgerungen blieb die Regierung mit Verweis auf die laufenden Untersuchungen vorerst schuldig.

Die Regionalregierung von Castilla-La Mancha rief drei Tage Trauer aus. García-Page dankte ausdrücklich den freiwilligen Helfern sowie den regionalen, provinziellen und staatlichen Diensten für ihren Einsatz. Für Angehörige wurden Anlaufstellen, Informationstelefone und Verfahren zur DNA-Entnahme eingerichtet.

Die aktuellen Opferzahlen, Angaben zum Einsatz und die ersten politischen Reaktionen wurden von der Regionalregierung kommuniziert und durch Berichte der Nachrichtenagentur EFE sowie des öffentlich-rechtlichen Senders RTVE bestätigt. Renfe informierte in einer Mitteilung über die Beteiligung eines eigenen Hochgeschwindigkeitszuges. Detaillierte Ursachenangaben und Verantwortlichkeiten sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen