Die Xunta de Galicia hat am 9. Oktober 2026 bei einer Feier zum Día de la Hispanidad in der Botschaft von Spanien in Montevideo für das Xacobeo 2027 geworben. Galicien war dabei als Gastregion von Ehren vertreten. Vertreter der Regionalregierung betonten die Bedeutung der galicischen Gemeinschaft in Uruguay und die Stärke der bilateralen Verbindungen als Impuls für die internationale Sichtbarkeit des Heiligen Jahres 2027.
An der Veranstaltung nahmen nach Angaben der Regionalregierung der Secretario Xeral da Emigración, Antonio Rodríguez Miranda, der Comisario des Xacobeo 2027, Marcos Gómez, sowie die Delegada der Xunta in Uruguay, Elvira Domínguez, teil. Sie stellten die laufenden Vorbereitungen vor und verwiesen auf Programme, die den Brückenschlag zwischen Diaspora-Arbeit, Kultur und Tourismus unterstützen sollen. Dazu gehört das Förderprogramm O teu Xacobeo, das Initiativen von Einrichtungen, Verbänden und Unternehmen zur Beteiligung am Heiligen Jahr bündelt.
Die Xunta knüpft mit dem Auftritt in Montevideo an ihre Strategie an, das Pilger- und Kulturjahr 2027 frühzeitig international zu positionieren. Nach eigenen Angaben arbeitet die Regionalregierung mit einem Patenschafts- und Sponsoringkonzept, das die öffentliche Programmplanung finanziell flankieren soll. Entsprechende Leitlinien und Verfahren sind in den einschlägigen Regierungsunterlagen erläutert; sie zielen auf eine breitere Beteiligung von Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Konkrete Erwartungen zu Besucherzahlen oder wirtschaftlichen Effekten für 2027 wurden bei dem Auftritt nicht beziffert.
Die galicische Präsenz am Río de la Plata hat traditionell Gewicht: In Uruguay leben zahlreiche Menschen galicischer Herkunft, die in Kulturvereinen und Netzwerken organisiert sind. Aus Sicht der Regionalregierung können diese Strukturen helfen, die internationale Wahrnehmung des Jakobswegs und der damit verbundenen Veranstaltungen zu stärken. Die bei dem Empfang in der Botschaft von Spanien vorgetragenen Einschätzungen zur „Stärke“ der Beziehungen und zum Nutzen für das Xacobeo 2027 sind den beteiligten Regierungsvertretern zuzurechnen.
Der Anlass in Montevideo fand drei Tage vor dem spanischen Nationalfeiertag statt, an dem weltweit offizielle Empfänge ausgerichtet werden. Die Xunta verband den Auftritt mit Hinweisen auf bereits laufende Förderinstrumente und die Möglichkeit, weitere Partnerschaften für das Programmjahr 2027 zu schließen. Über zusätzliche Termine im Vorfeld des Heiligen Jahres informierte die Regierung nicht. Die zentrale Botschaft blieb, die starke Bindung zwischen Galicien und Uruguay als Träger der internationalen Ausstrahlung des Xacobeo 2027 zu nutzen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).